Folge 14: Führung? Nein, danke! - Warum Ehrlichkeit siegt!

Shownotes

🎙️ Der Blechvirtuosen-Podcast jetzt mit Video! 🎥🔥
Endlich ist es soweit! Nach langer Ankündigung gibt es uns jetzt nicht nur auf die Ohren, sondern auch für die Augen. 😎🎺
In unserer neuen Folge sprechen wir über den Mut, sich selbst ehrlich einzugestehen, wenn eine Führungsrolle nicht (mehr) das Richtige ist. 💡👥 Wie erkennt man, dass Führung nicht zu einem passt? Und warum ist es keine Schwäche, sondern eine Stärke, das offen zu kommunizieren?
🎧 Einschalten, mitdenken & mitdiskutieren – jetzt auf allen Plattformen!
👉 Wie seht ihr das? Ist Führung für jeden? Oder braucht es auch neue Modelle? Schreibt es in die Kommentare!
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00:00:00: Die Blechwürttosen, der Podcast mit Neda und Matthias.

00:00:06: Hallo!

00:00:08: Wir sehen uns die Blechwürttosen-Video-Podcast, endlich für euch!

00:00:13: Hallo, kommst du nicht in die Stimmung rein oder was?

00:00:16: Nein, noch nicht so richtig, weil ich gerade überrascht bin,

00:00:18: dass du ein anderer Intro verwendest als ich war bei normalen Podcasts.

00:00:20: Ach so, warte, ich mach's ganz seriös.

00:00:22: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge der Blechwürttosen.

00:00:25: Mein Name ist Neda.

00:00:27: Mein Name ist Matthias.

00:00:28: Wir haben uns auch mit Bild angekündigt, wir nehmen Bild und Ton auf.

00:00:33: Wir sind gespannt, ob wir das in einem Tag hinbekommen.

00:00:36: Gefällt dir das jetzt so besser?

00:00:37: Ja, definitiv.

00:00:38: Hast du dich jetzt wohl gefühlt?

00:00:39: Wir nehmen einfach beides, wir lassen beide durchlaufen, dann sieht man mal, wie bekloppt ihr eigentlich ist.

00:00:42: Ja, da sind wir ja gerade bei dem Thema Komfortzone, ich wollte einfach mal was anderes ausprobieren.

00:00:46: Ohne mit mir abzustimmen, perfekt!

00:00:48: Damit man sieht, wie doof ich aus der Wäsche gucke oder was.

00:00:50: Da tust du ja, du.

00:00:52: Danke vielmals.

00:00:54: Weißt du wie cool das ist, dass wir jetzt ein Video-Podcast machen?

00:00:56: Ich habe mich wirklich lange drauf gefreut und man merkt es vielleicht, ja, die Nervosität ist noch da,

00:01:01: weil man heute wirklich auch weiß, die Kamera sind da, dann wird sich was...

00:01:04: Du musst aber jetzt nicht schneller reden, deswegen...

00:01:06: Wir haben ja gesagt, Sie erleben uns jetzt mal live und dann fahre.

00:01:09: Da müssen wir halt auch...

00:01:10: Machst du jetzt den Scatman oder was?

00:01:12: Ja, vielleicht können wir das nachher im Video so ein bisschen langsamer laufen lassen.

00:01:16: Ja, wir haben Zeit Matthias.

00:01:19: Wir haben zwar unsere paar Minütchen, die wir uns sonst immer vornehmen,

00:01:22: aber nicht selbst so trotz sollen unsere Hörer ihnen uns dann auch uns folgen können.

00:01:28: Deswegen gehen wir jetzt ganz entspannend in den Modus des Podcasts

00:01:32: und besinnen uns auf das Thema, was wir heute miteinander besprechen wollen.

00:01:37: Wie war denn das Thema?

00:01:39: Kannst du mal ganz kurz einführen bitte?

00:01:41: Aber warte mal, ich frage erst mal, wie es dir geht.

00:01:43: Mir geht es gut.

00:01:45: Ich war jetzt noch ein bisschen länger krank.

00:01:47: Wir hatten ja letztes Mal auch schon den ersten Podcast aufgenommen,

00:01:49: mittlerweile, man hört es, Stimme ist wieder da, Nase ist frei.

00:01:51: Die Themen auf Arbeit werden nicht weniger.

00:01:54: Also ja, mir geht es gut.

00:01:56: Wie sieht es bei dir aus?

00:01:58: Was bei dir?

00:01:59: Aus gut bei dir?

00:02:00: Ja, also wie gesagt, ich freue mich, dass wir den Video Podcast heute machen.

00:02:04: Du hast recht, man ist schon so ein bisschen nervös.

00:02:07: Was die Zuschauer natürlich nicht sehen, sind die Kameras um uns herum.

00:02:11: Das ist nicht das Gästchen-Sprecher.

00:02:13: Und wir wurden ja super abgepudert, also von daher sollten wir nicht ganz so leuchten.

00:02:18: Aber das ist doch noch mal eine ganz andere Situation,

00:02:21: als wenn wir bei uns im Büro sitzen.

00:02:23: Aber ich denke, wir werden das Beste draus machen.

00:02:25: Und ich glaube auch hier, wenn wir so ein bisschen in die Routine kommen,

00:02:28: dann groovemen wir uns da schon ganz gut ein.

00:02:31: Ich sehe dein Gesicht überhaupt nicht voll und ganz.

00:02:34: Da ist so ein Kabel dazwischen und das Mietrohr im Gesicht.

00:02:37: Das ist nicht der 10-Tag-Fass.

00:02:38: Ja, diese Perspektive gefällt mir.

00:02:40: Das hat mich nicht richtig gesehen.

00:02:42: Können wir bei der Büro anziehen?

00:02:44: Ich denke, das kriegen wir hin.

00:02:46: Sehr schön.

00:02:47: Ich würde sagen, bevor wir starten, hatten wir uns ganz kurz überlegt,

00:02:49: wir haben die letzten Tage und die letzten Wochen Feedback von euch bekommen.

00:02:53: Dafür wollten wir uns erst mal bedanken, dass ihr uns wirklich anschreibt,

00:02:57: ihr euch traut, uns Fragen zu stellen

00:02:59: und uns auch durchaus wirklich positive Feedback zu unserem Podcast geben.

00:03:03: Vielen Dank dafür.

00:03:04: Wir freuen uns immer sehr.

00:03:05: Wir versuchen auch zeitnah zu antworten.

00:03:07: Das gelingt uns nicht immer.

00:03:08: Aber bei denen, wo wir nicht geantwortet haben, wir antworten.

00:03:11: Die 100.000 Nachrichten, die wir tagtäglich bekommen.

00:03:13: Richtig krasse Influenz hat.

00:03:15: Kennst du die, die immer dann so ins Video gucken und sagen so,

00:03:18: vielen Dank für die zahlreichen Nachrichten, die wir alle bekommen haben.

00:03:21: Ich habe es leider doch gar nicht geschafft, alle zu beantworten.

00:03:23: Ja, nie so viel.

00:03:24: Das ist jetzt nicht, aber...

00:03:25: So schlimm ist es nicht, nein, aber das Feedback, was wir da bekommen haben,

00:03:29: das freut uns sehr, vor allem, dass das ihr euch dem Podcast anhört

00:03:33: und dann auch wirklich euch traut, uns anzuschreiben.

00:03:35: Genau.

00:03:36: Und ich habe gerade gestern, da hatte ich auch mit dir drüber gesprochen,

00:03:39: eine richtig coole E-Mail bekommen.

00:03:41: Von einer jungen Geschäftsführerin, die das Unternehmen ihres Vaters übernommen hat.

00:03:47: Und sie uns auch geschrieben hat, hey, ich höre mir gerade euren Podcast an

00:03:52: und sie ist gerade selber in so einem Restrukturierungs, Sanierungsprozess

00:03:57: und krempelt gerade den ganzen Laden um.

00:04:00: Und dann sagte sie, Mensch, der Podcast war echt inspirierend

00:04:03: und hat mir und meinem Kollegen nochmal so paar Impulse gegeben.

00:04:06: Und das ist ja eigentlich das, was wir damit auch erreichen wollen,

00:04:09: also die Erfahrungen, die wir selber so erleben,

00:04:11: dass sich Leute vielleicht das ein oder anderen Tipp mitnehmen,

00:04:14: was sie dann selber so für sich vielleicht anhängen können.

00:04:17: Das ist ja auch die Ankanfühlenheit auch in den Sachen, die wir sagen,

00:04:19: damit sie vielleicht auch den Gefühl haben, das sind nicht alleine,

00:04:21: sondern dass es an einen Genause geht wie sie

00:04:23: und dann wieder die Mut fassen, genau den Weg weiterzugehen, die sie eingeschlagen haben.

00:04:26: Und das ist halt doch dort spannender daran, ja.

00:04:28: Ja, genau.

00:04:29: Ja, also vielen Dank an der Stelle.

00:04:31: Und jetzt sollten wir mal in das Thema reingehen,

00:04:34: über was wir ja heute sprechen wollen.

00:04:36: Ich wollte irgendwie noch was anderes sagen,

00:04:37: das fällt mir jetzt gerade nicht ein.

00:04:39: Ach, weißt du was?

00:04:40: Dadurch, dass wir jetzt den Videopodcast haben,

00:04:42: weißt du, was du jetzt alles machen darfst, Matthias?

00:04:44: Ich darf mich bewegen.

00:04:46: Das wird schön.

00:04:48: Das, was ich ja immer wieder so gerne bei dem Audiopodcast kritisiert habe,

00:04:53: dieses "immer hier gestikulieren", das ist ja genau dein Ding.

00:04:56: Aber mir sieht der Tisch zum Draufhauen.

00:04:58: Du brauchst ein Tisch zum Draufhauen.

00:04:59: Ja, wie im Büro.

00:05:01: Ich glaube, wir können mit unseren Videografen mal sprechen,

00:05:03: vielleicht kriegst du das nächste Mal ein Tisch vor dir.

00:05:06: Genau.

00:05:07: Und dann kannst du richtig draufhämmern.

00:05:09: Gut, Matthias.

00:05:11: Dann lass uns mal mit dem Thema einsteigen,

00:05:13: was uns so die letzten Wochen bewegt hat.

00:05:16: Du warst zwar krank gewesen, aber vor deiner Krankheit gab es ein Thema,

00:05:19: was uns, sag ich mal, bis heute und auch noch weiter in der Zukunft

00:05:22: auch beschäftigen wird.

00:05:24: Und zwar, ich nenne es mal als Oberthema, geht es darum,

00:05:27: was passiert eigentlich, wenn ich merke,

00:05:29: dass die Führung doch nichts mehr für mich ist.

00:05:32: Und da hatten wir einen konkreten Sachverhalt bei uns im Hause.

00:05:35: Magst du erzählen, soll ich den Sachverhalt erläutern?

00:05:38: Ich fange gerne an, du kannst da dann einsteigen und untergenzen.

00:05:41: Ich strengte so ein bisschen, war zwischendurch drin.

00:05:43: Ich strengte mal ein bisschen, war zwischendurch, genau.

00:05:45: Wir hatten die Situation, dass wir einen Jofix,

00:05:50: mit einem unserer Abteilungsleiter hatten,

00:05:52: und wollten gerade in das Gespräch einsteigen.

00:05:54: Da sagte Halstopp, er muss sich unbedingt mal was von der Säderie,

00:05:57: er muss unbedingt mit uns sprechen.

00:05:59: Da bist du schon ein bisschen zu weit,

00:06:01: darf ich noch mal ganz kurz vorher ausholen?

00:06:03: Du bist doch schon dabei.

00:06:05: Ach so, ja gut, ich habe dich schon unterbrochen.

00:06:07: Also, sollt ich auch ausführen, was ich sage?

00:06:09: Bevor wir dieses, unser tägliches Meeting mit dem Abteilungsleiter hatten,

00:06:13: haben wir ja schon in den Wochen gemerkt,

00:06:15: dass irgendwas mit ihm nicht in Ordnung ist.

00:06:18: Er war relativ abweisend gewesen,

00:06:20: und normalerweise, wenn man so mit ihm in den Austausch geht,

00:06:25: ist er eigentlich sehr offen, strahlt auch,

00:06:27: aber das Gefühl war, er war so total in sich gekehrt gewesen.

00:06:30: Und wir kennen den Abteilungsleiter auch relativ gut.

00:06:34: Und normalerweise ist unsere Art dann auch hinzugehen und sagen,

00:06:37: so, hey, sag mal, was ist eigentlich los?

00:06:39: Aber hier hatten wir das Gefühl, okay, der wird schon kommen,

00:06:42: wenn er soweit ist, also ihm da auch die Zeit und den Raum zu geben,

00:06:45: sich erstmal zu sortieren.

00:06:47: Und dann bitte, kann es weiter machen?

00:06:49: Dann waren wir neben Jufix,

00:06:51: und er sagte dann, stopp, bevor wir in eine Tagesgeschrift einsteigen,

00:06:54: hatte halt ein Thema, was sich ganz gerne von der Säderie reden möchte.

00:06:57: Und wir hatten es schon geahnt, was kommen wird,

00:07:00: und er sagte, er würde ganz gerne die Abteilungsleitung niederlegen.

00:07:05: Er hat lange mit sich gerungen, er hat lange gesprochen

00:07:08: und sich lange Gedanken gemacht und hat dann irgendwann für sich festgestellt,

00:07:11: das führe nichts Föhnes,

00:07:14: dass er damals den Posten zwar angenommen hat

00:07:16: und gedacht hat, super, Herausforderung,

00:07:18: aber jetzt in den zwei oder drei Jahren,

00:07:20: die er die Abteilungsleitung hat,

00:07:22: ist dann bei ihm der Gedanke nach und nach immer mehr gereift,

00:07:24: dass er, dass diese Themen gerade führen,

00:07:27: diese personelle Führung, die damit einigen hergeht,

00:07:30: dass die nichts Föhnes, er hat für sich festgestellt,

00:07:33: er ist super fachlich unterwegs, er mag das fachliche,

00:07:36: er mag an die Maschinen arbeiten, er mag mit seinen Mitarbeitenden

00:07:39: in die Prozesse zu gehen, die weiterzuentwickeln und all diese Themen.

00:07:42: Und diese ganze zwischenmenschliche, ah, hier Urlaub, da krank,

00:07:46: ich habe den Bauchschmerz, ich habe hier einen Schnupfen,

00:07:48: also jetzt mal über Spitz dargestellt.

00:07:50: Und das sind halt die Themen, die ihn Mürbe gemacht haben,

00:07:53: die er mit nach Hause genommen hat und er konnte diese Sachen

00:07:56: nicht mehr wirklich abschalten.

00:07:58: Genau, und er hatte auch total Angst davor,

00:08:02: mit uns darüber zu sprechen, hat man gemerkt.

00:08:04: Da frage ich mich heute noch, warum war diese Angst da?

00:08:07: Und so jetzt, so die Antwort, die ich habe,

00:08:10: darauf ist, der hatte irgendwie das Gefühl,

00:08:12: er würde uns im Stich lassen, weil auch ganz klar ist,

00:08:16: dass, wenn man sich in der Abteilung guckt,

00:08:19: dass halt schon schwierig ist, diesen Posten so zügig zu haben,

00:08:22: so zügig auch danach zu besetzen.

00:08:24: Weil wie du schon gesagt hast, er ist fachlich einfach unfassbar gut,

00:08:27: das macht er auch toll.

00:08:28: Und man muss auch dazu sagen, er hat viele junge Menschen bei sich

00:08:31: in die Abteilung bekommen, die er top weiterentwickelt hat,

00:08:34: die wirklich da, die zur Eigenständigkeit da auch weiterentwickelt hat.

00:08:38: Ich glaube, das ist ihm manchmal gar nicht selber bewusst,

00:08:40: was er da eigentlich auch geleistet hat.

00:08:42: Aber nichtsdestotrotz hat man einfach gemerkt,

00:08:45: und das war ja auch die Frage, die ich ihm gestellt habe,

00:08:48: welches Thema ist es, was dich eigentlich am meisten so fertig macht,

00:08:51: was dir am meisten so viel Energie raubt?

00:08:53: Und das war, wie du gesagt hast, diese ganzen persönlichen Themen gewesen.

00:08:56: Und ihm vieles aber unfassbar schwer, und er hatte halt Sorge gehabt,

00:09:01: ich glaube, dass wir ihn so grauschmeißen.

00:09:03: Er hatte Sorge, dass wir ihn direkt rauschmeißen,

00:09:05: dass wir ihm direkt sagen, wenn du das nicht mehr machst, dann bist du halt raus.

00:09:07: Weil wir an anderer Stelle, da muss man vielerweise dazu sagen,

00:09:09: wenn man an anderer Stelle bei anderen Positionen immer gesagt,

00:09:12: man kann nicht mehr zurück ins Glied, sondern wenn man eine bestimmte Position hat,

00:09:16: gibt es dann nur noch einen Weg aus dieser Misere, und der heißt raus.

00:09:19: Und das ist aber der Abteilungsleiterposten für uns jetzt,

00:09:22: nicht ein Posten, wo wir sagen, okay, da gehst du raus,

00:09:24: sondern da kann man durchaus wieder zurück ins Glied gehen.

00:09:26: Und vor allem, wenn jemand aktiv auf dich zukommt und sagt,

00:09:29: er kann das personelle nicht, er kann nur die fachliche Führung,

00:09:32: und deswegen passt das für uns, und deswegen war für uns überhaupt nicht die Überlegung.

00:09:35: Aber jetzt mal die Frage ganz ehrlich mal an dich,

00:09:39: was hast du in dem Augenblick gedacht, als der vor uns saß

00:09:42: und uns mit dieser Aussage konfrontiert hat?

00:09:45: War das in dir vorgegangen?

00:09:46: Ich fand es total mutig.

00:09:48: Und ich fand es total ehrlich zu sich selbst auch zu sagen,

00:09:50: so, hey, hier stehe ich, und ich möchte einfach nicht mehr.

00:09:53: Ich habe einfach für mich festgestellt, es ist nichts für mich,

00:09:56: und das verwechseln viele mit einer Schwäche oder Versagen.

00:09:59: Und für mich war das einfach also wirklich Hut ab,

00:10:02: dass er das so ausgesprochen hat, auch mit der Sorge,

00:10:05: mit der Angst, die dahinter verbunden war.

00:10:07: Aber für mich war das ganz klare Stärke, und ich fand deine Reaktion,

00:10:11: du warst ja der erste, der darauf reagiert hat, die fand ich auch grandios,

00:10:14: und man hat richtig bei ihm gemerkt, wie er nach Worten gesucht hat,

00:10:18: weil er gar nicht fassen konnte, wie du auf seine Aussagen reagiert hast.

00:10:22: Ich muss mal kurz revue Pursieren lassen.

00:10:24: Ich hatte mir auch gesagt, dass ich das wirklich sehr mutig finde,

00:10:27: und auch zu ihm gesagt habe, also Scharpode musste ich hier nicht verstecken,

00:10:30: sondern das ist eine massive Größe zu sagen, ich möchte nicht mehr

00:10:33: und kann nicht mehr, und dann wirklich auch auf uns zuzukommen.

00:10:35: Das hat nichts mit Schwäche zu tun, sondern das ist wirklich eine Stärke.

00:10:38: Das ist eine absolute Stärke, sich einzugestehen,

00:10:41: dass man Sachen, dass man entdeckt hat, dass man Sachen macht,

00:10:45: die ihm eigentlich gar keinen Spaß machen, die ihm eigentlich mehr Kuh bereiten,

00:10:48: als alle andere, und diese Stärke zu beweisen, sich dorthin zu setzen und sagen,

00:10:51: ich habe es erkannt für mich, und ich möchte jetzt hier einfach ein Schluckstrich ziehen.

00:10:54: Und da einfach auf uns hinzukommen, diesen Mut zu packen,

00:10:57: und da auch nicht am Status fest zu halten, sondern einfach zu sagen,

00:11:00: okay, ich gebe jetzt die Abteilungsleitung ab

00:11:02: mit sämtlichen Status-Privilegien, die ich dadurch habe, also Status-Privilegien sind.

00:11:06: Ich kann meine Mitarbeiter ansagen machen, ich kann entwickeln,

00:11:09: ich habe vielleicht gegeben, falls der Premium oder oder oder,

00:11:12: und das war in diesem Augenblick egal.

00:11:15: Er hat gesagt, ja, ihm ist bewusst, dass der Status weggeht,

00:11:18: aber ihm ist der Status nicht wichtig, und das war das, was mich so fasziniert hat,

00:11:22: wo ich so begeistert war, und was wir ihm dann auch wiedergespiegelt haben.

00:11:25: Und deswegen habe ich immer ganz klar gesagt, also du musst dich hier nicht verstecken,

00:11:28: dass keine Schwäche ist, es ist eine absolute Stärke, sich hier so hinzustellen.

00:11:32: Genau, und dieser Reflektionsmoment mit ihm kam ja nochmal bei einem zweiten Gespräch,

00:11:38: da gehen wir auch gleich nochmal ein, aber in dem Moment war es so,

00:11:41: okay, ich muss das jetzt, ich muss das jetzt mal auskotzen,

00:11:44: ich muss es den jetzt erst mal sagen, und ich glaube, das war der erste Befreiungsschlag.

00:11:49: Aber das zweite war auch, dass er erst mal, glaube ich, trotzdem überfordert war

00:11:54: mit unserer Reaktion, dass wir nicht gesagt haben, hey, hier Papiere, tschau, kannst du gehen,

00:11:58: wenn du nicht Abteilungsleiter mehr sein willst, dann was hast du hier zu suchen?

00:12:01: Das war gar nicht der Fall, und er hat mit einer,

00:12:03: komischerweise mit einer ganz anderen Reaktion irgendwie gerechnet,

00:12:06: und dann ist er auch einfach so geprägt davon, und musste auch, glaube ich,

00:12:09: das erst mal verarbeiten für sich.

00:12:11: So, und dann ist er rausgegangen, dann bist du leider krank geworden.

00:12:14: Und ich hatte tatsächlich gedacht, dass dieser Befreiungsschlag sich auch in dem Verhalten

00:12:22: viel mehr widerspiegelt.

00:12:25: Jetzt ist die Frage, okay, wie lebt jeder seine Freiheit dann aus?

00:12:29: Für ihn war es dann auch tatsächlich Konsequenz zu sein, indem er seine Mitarbeiter

00:12:35: darüber schon in Kenntnis gesetzt hat, indem er sämtliche Termine abgesagt hat,

00:12:40: die mit den Abteilungsleitern verbunden war.

00:12:44: Und ohne dass wir darüber sprechen konnten, okay, wie gestalten wir denn jetzt den Übergang,

00:12:49: weil wir brauchen natürlich auch Zeit, um erstmal selber das Sacken zu lassen

00:12:52: und dann den Übergang gestalten zu lassen.

00:12:55: Aber er hat halt das Team sofort informiert, ihren Einzelnen darüber,

00:12:58: und wie gesagt die Termine abgesagt.

00:13:01: Und ich weiß nicht, wie du das siehst, ich habe da einen Blick drauf,

00:13:04: aber vielleicht magst du da, wie wirkte sich die Reaktion auf dich?

00:13:08: Also ich glaube, dass wir da einen ganz unterschiedlichen Blick darauf haben.

00:13:10: Für mich war das eine ganz konsequente Linie, die er gezogen hat.

00:13:14: Also er war bei uns, hat ganz klar gesagt, er möchte nicht mehr,

00:13:17: hat mit einer anderen Reaktion gerechnet, hat dann gemerkt, dass wir gar nicht so,

00:13:21: also dann so hart darauf sind, aber hat für sich Persönlicher einfach den Schlüschstrich im Kopf gezogen.

00:13:26: Er möchte das nicht mehr und hat dann konsequent durchgezogen, die Termine abzusagen,

00:13:29: mit seinem Team zu sprechen und sich einfach da rauszusetzen,

00:13:32: weil er für sich, also ich empfinde zumindest so, dass er für sich persönlich in jeder Lebenslage

00:13:36: einen Schlüschstrich ziehen musste, damit abschließen musste und dazu gehört,

00:13:40: da halt einfach Termineabschrigen, Team informieren und die Verantwortung abgeben,

00:13:44: damit er einfach aus dem Kopf raus hat und geistig frei ist,

00:13:48: um sich wieder auf die fachlichen Themen zu kümmern.

00:13:50: Ich finde das sehr groß, dass er sich da an der Stelle wirklich treu geblieben ist,

00:13:54: dass er dann nicht weiter festgehalten hat, sondern stringend seine Linie gegangen ist.

00:13:58: Das ist meine persönliche Sichtweise.

00:14:00: Ich kann mir vorstellen, dass du eine ganz andere Sichtweise hast, die du vielleicht preisgeben willst,

00:14:04: aber ich sage da auch wieder, Schapo, er ist sich treu geblieben.

00:14:07: Ich akzeptiere und respektiere deinen Ansatz und kann das auch durchaus nachvollziehen, konsequent ja.

00:14:14: Aber was bei mir, sage ich mal, hinterlassen hat,

00:14:19: wir haben noch nicht darüber gesprochen gehabt, wie gehen wir in die Kommunikation mit dem Team rein?

00:14:24: Wie gestalten wir die zukünftigen Termine?

00:14:27: Und ich hatte mir gewünscht an der Stelle und das habe ich ihm auch im Nachgang gesagt,

00:14:31: dass wir gemeinsam darüber sprechen, wie der weitere Verlauf ist.

00:14:34: Wir beide kennen es aus verschiedenen Situationen, wie wichtig die Kommunikationswege sind.

00:14:40: Wer weiß wann, über welche Information, weil das auch gegebenenfalls große Auswirkungen haben kann.

00:14:46: Und ich habe gerade in dem Team gemerkt, als diese Information, dass er die ausgesprochen hat im Team,

00:14:52: war eine gewisse Unsicherheit zu spüren.

00:14:56: Darf ich da kurz eine Frage stellen?

00:14:58: Aber wer hätte nicht auch an unserer Stelle, also unsere Verantwortung gewesen, dort mit ihm zu dem Zeitpunkt gleich den Kommunikationsplan zu erarbeiten?

00:15:04: Haben wir das vergessen an der Stelle oder?

00:15:06: Bestimmt, ja, hast du recht.

00:15:08: Also ich hätte nicht, also vielleicht war naiv, also ich war zu naiv zu denken,

00:15:13: jetzt habe ich kurz Zeit darüber nachzudenken und hätte, was du gesagt hättest,

00:15:17: wir hätten einfach vorab mit ihm den Kommunikationsweg besprechen sollen,

00:15:20: okay, wir sprechen auch nicht mit dem Team darüber, lassen uns das gemeinsam gestalten, bin ich komplett bei dir.

00:15:25: Also er hat uns über Rumpelt. Genau. Mit seiner Reaktion.

00:15:27: Und damit haben wir nicht gerechnet.

00:15:29: Ja, damit haben wir, ja, damit haben wir, ich habe nämlich damit gerechnet, dass es sofort so

00:15:35: ein Lauf nehmen wird, aber hätte eigentlich besser wissen müssen, wahrscheinlich an der Stelle.

00:15:39: Aber ja, hast du recht, wir hätten das vorab mit ihm besprechen können.

00:15:42: Kommunikation ist aber keine Einbahnstraße, also hätte auch von einer anderen Seite sagen können,

00:15:49: hey, wie wollen wir denn damit jetzt umgehen? Aber es war dann raus und das sind halt die

00:15:54: Auswirkungen darauf, wenn man nicht miteinander spricht. Man hat in einem Team deutlich gemerkt,

00:15:58: oh, was passiert da? Er möchte das nicht mehr machen. Wer soll es denn dann machen?

00:16:03: Was passiert mir hier mit uns als Team? Was ist mit uns? Und da entsteht einfach eine gewisse Unruhe.

00:16:09: Und von daher war es dann, war es so halt krank gewesen. Dann bin ich halt, das war

00:16:16: eine Spätschicht gewesen, da waren jetzt nicht alle da gewesen, aber da mit dem ein oder anderen

00:16:20: Mal zu sprechen und so ein bisschen die Ängste dann auch wieder zu nehmen und dass wir an

00:16:23: Lösungen arbeiten und da ein bisschen vielleicht Erklärung auch mitzubieten,

00:16:27: ja, so ein bisschen das Feuer in dem Moment zu löschen, auch wenn es nicht ganz ging.

00:16:32: Konntest du die Mitarbeiter beruhigen?

00:16:34: Weiß ich nicht.

00:16:35: Na, hat, wie hat sich das angefühlt für dich, die Gespräche, die du geführt hast?

00:16:38: Waren die offen, waren die wirklich so verängstig, wie du gerade dargestellt hast?

00:16:41: Was waren die großen Ängste?

00:16:44: Also tatsächlich, dass ich nur in der Spätschicht mit dem Einmitarbeiter darüber sprechen konnte.

00:16:49: Weil ich noch nicht die Gelegenheit hatte oder wir gemeinsam noch nicht die Gelegenheit hatten

00:16:54: mit allen zu sprechen, was jetzt aber auch folgen wird. War das schon so, okay, wir gucken mal.

00:16:59: Und aber trotzdem, okay, wer soll's machen? Die Frage blieb halt einfach im Raum. Wer soll es

00:17:04: dann eigentlich jetzt, wer soll das jetzt eigentlich machen? Und dann war aber halt das zweite Gespräch

00:17:10: mit unserem Abteilungsleiter dann wichtig. Da warst du dann nämlich wieder da und da,

00:17:16: nach deiner Krankheit, und dann hat er angerufen und hat

00:17:19: gesagt, hey, ich möchte nochmal mit euch sprechen. Und ihm war es auch wichtig, dass

00:17:22: wir beide da sind, weil er gerne mit uns beiden darüber sprechen wollte.

00:17:26: Und da war er dann schon ein bisschen geläuterte.

00:17:30: Da war er ein bisschen geläuterte. Ja, da sind, ich glaub, zwei Wochen sind ins Land gegangen.

00:17:34: Er war zwischendurch auch, glaube ich, kurz angeschlagen, kurz krank, bei einigen Tagen nicht da.

00:17:38: Und hat sich dann wirklich vor uns gesetzt und hat gesagt, wir müssen nochmal reden.

00:17:42: Ich würde mich ganz gerne bei euch noch mal erklären, warum ich die Entscheidung

00:17:46: für mich persönlich getroffen habe und warum ich auch so schnell innerhalb der Firma reagiert

00:17:50: habe. Und auch da wieder eine ganz große Stärke von ihm, dass er sich wirklich bei uns hingesetzt

00:17:55: hat und nochmal erklärt hat, was die ausschlaggebende Punkte dafür waren, dass er diesen

00:17:59: Entschluss gefasst hat, dass er ihn zerfressen hat, was ich vorhin schon gesagt hatte,

00:18:03: dieser ganze personelle Thema, dieser klein, klein, der kann mit dem nicht,

00:18:08: der kann mit dem nicht, denn es ist jeden Streit, da ein Streit. Er hat immer das Gefühl gehabt,

00:18:11: er ist Mama und Papa für die Leute zusammen. Und dort hat ihn an einer oder anderen Stelle

00:18:15: massiv überfordert. Und damit ist er nicht klar gekommen, weil er halt einfach ein Mensch ist,

00:18:19: der sich mit diesem Thema, mit dieser Thema Personalführung noch nie so intensiv auseinander

00:18:23: gesetzt hat, wie auseinander gesetzt hat, genau. Und da eigentlich eher mehr in den Fachlichen

00:18:28: will. Er will kommen, er will fachlich arbeiten, da ist er richtig gut. Jetzt wiederhole ich mich.

00:18:31: Entschuldigung dafür. Aber grundsätzlich ist das wieder eine große Stärke, dass er in diese

00:18:37: Reflexion gegangen ist, das nochmal zu hinterfragen, was hat er dort eigentlich angerichtet, also in

00:18:42: seinem Team, aber auch bei uns. Und dann nochmal zu sagen, ey, es tut mir leid, bitte lasst mich

00:18:46: nochmal ganz kurz erklären, was mich dazu geritten hat und lasst uns nochmal gucken, wie wir die

00:18:51: Karre jetzt aus dem Dreck bekommen haben. Er hat dann nochmal gesagt, nee, da Matthias, ich möchte

00:18:56: euch unterstützen, ich kann euch nicht einfach hängen lassen. Mir ist bewusst geworden, dass ich euch

00:19:00: einfach hängen lassen habe mit den Aussagen, mit den Aktionen, die ich gefahren habe. Und das

00:19:03: geht so nicht. Dafür hat er sich entschuldigt und hat gesagt, lasst uns doch bitte mal gemeinsam

00:19:07: drauf gucken, wie schaffen wir es, hier wieder Ruhe und Ordnung reinzubringen. Sprich, er hat

00:19:12: selber das Thema noch aufgewacht, fachliche personelle Führung. Er würde gerne die fachliche

00:19:16: Führung wahrnehmen, weil ihm das Spaß macht. Er braucht nur jemand an seiner Seite und das war

00:19:19: der größte Appell, den er an uns gerichtet hat. Bitte, bitte, lasst uns doch gemeinsam jemanden

00:19:24: suchen, nicht nur aus dem Team, vielleicht auch aus der Firma, der ihn dabei unterstützt, die personelle

00:19:28: Führung in seinem Team zu übernehmen. Genau. Und mit diesem Thema, mit der personellen Führung,

00:19:33: hat er sich ja selber innerlich auch mürbe gemacht, indem er das ja sehr, das geht ja auch

00:19:38: darum, wie sehr lässt du das an dich ran, ne? Nimmst du das mit nach Hause, beschäftige dich

00:19:41: das über das ganze Wochenende und für ihn war halt ganz klar, das bewegt mich einfach zu sehr.

00:19:48: Und wie du dann gesagt hast, okay, das hat uns dann nochmal darüber, also hat uns zum

00:19:52: Nachdenken gebracht, fachlich, top, er möchte auch weiterhin die fachliche Führung haben,

00:19:57: er ist auch bereit, denjenigen dann mit zu unterstützen, aber halt diese ganze personelle

00:20:03: Verantwortung abzugeben. Und du zuckst gerade, ja? Ja, ich zuck gerade immer, bis gerade noch

00:20:09: einen Punkt eingefallen, was er gesagt hat, was ihn auch nochmal zum Nachdenken angerichtet

00:20:12: hat und ihn auch ermutigt hat, mit uns in das Gespräch zu gehen. Und zwar ist ein anderer

00:20:16: Abteilungsleiter von uns auf ihn zugegangen und hat gesagt, ey, ich merke, da ist was.

00:20:19: Ja. Aber ich glaube, da kannst du besser erzählen, weil du, da steckst du mehr drin in der Thematik.

00:20:24: Nee, also das fand ich auch groß, er ist ein anderer Abteilungsleiter zu ihm hingegangen und hat

00:20:27: gefragt, ey, sag mal, was denn eigentlich los mit dir? Ja. Und warum gibst du dich jetzt auf?

00:20:33: Und also das war echt, und das ist ja das, was unser Wunsch eigentlich ist, dass die Abteilungsleiter

00:20:38: sich gegenseitig auch unterstützen, gegenseitig aufeinander achten und einfach mal gucken,

00:20:42: so, hey, den gibts vielleicht gerade einfach nicht gut, ich gehe einfach mal hin und vielleicht,

00:20:47: vielleicht hilft doch einfach manchmal ein Gespräch so. Und nichtsdestotrotz ist

00:20:51: er zu der Erkenntnis gekommen, er braucht Unterstützung, gerade in dem ganzen personellen

00:20:55: Bereich. Und das hat uns eben darüber, das hat uns eben zum Nachdenken gebracht,

00:21:01: es gibt Führungspositionen und wir haben auch einen Abteilungsleiter, den macht das gerade

00:21:06: besonders gut. Der Markt ist dieses fachliche und das personelle zu vereinen und es gibt aber auch

00:21:14: Abteilungsleiter, die möchten wirklich nur die fachliche Führung haben und die personelle Führung.

00:21:17: Können wir uns an der Stelle dann nicht vielleicht auch im Unternehmen divers aufstellen, dass es Teams

00:21:22: gibt, wo es, sag ich mal, eine Person ist, die das eben für sich beides vereinen kann, aber Teams

00:21:27: dann auch gibt, wo wir dann ganz klar diese Position auch trennen. Genau. Und dazu hätte ich zwei Punkte.

00:21:32: Also das erste Mal, erstens ist es sehr wichtig, was wir gesehen haben, dass ihr als Führungskräfte

00:21:37: halt auch miteinander in den Austausch geht. Also entweder aktiv auf jemanden zugehen, wenn man sieht,

00:21:41: dass der gerade irgendwie in einem Loch hängt und so aussieht, dass der persönlich nicht mehr

00:21:45: rauskommt, ist ganz wichtig, dass ihr euch gegenseitig austauscht und auch eurer Fahrerung mitgibt, weil

00:21:51: das ist ganz, ganz wichtig, dass ihr seht, weil er hat dann auch gesagt, ihm ist ein Stein vom

00:21:54: Herzen gefallen, als er gehört hat, dass er nicht alleine in dieser Situation war, weil der

00:21:58: andere Abteilungsleiter hat diese Situation auch schon durch. Und dann hat er sich bei uns geöffnet und

00:22:01: dann haben wir gesagt, wir waren genau in derselben Situation, wir haben uns genau schon mal genauso

00:22:05: wie du gefühlt. Und haben gesagt, wir sind an einer oder anderen Stelle wirklich völlig überlastet und

00:22:09: völlig überfordert und wir wissen gerade nicht, wie es weitergeht. Also die Frage haben wir uns auch

00:22:13: gestellt, auch in unserer Geschäftsführer-Tätigkeit gerade am Anfang. Und nachdem wir diese, diese

00:22:17: Thematik mit ihm noch mal aufgewühlt haben, hast du bei ihm richtig gesehen, also er saß gerade und

00:22:21: dann ging so richtig schön, da ist ein Stein runtergefallen, er ist ein Last weggefallen und das

00:22:27: war richtig cool zu sehen. Und das hat uns auch noch mal zum Nachdenken angerichtet und wirklich

00:22:31: auch noch mal hier der Appell als Führungskräfte unterstützt, euch gegenseitig geht, gegenseitig

00:22:35: in den Austausch. Und der zweite, was ich sagen wollte, zu der Thematik, die du gerade gesagt hast,

00:22:39: personell und fachlich, die Idee kommt da nicht nur von uns raus, sondern wir haben ein Buch gelesen,

00:22:43: wieder mal ein Buch gelesen, das Peter-Prinzip und da heißt er auch, meistens macht man den fachlich

00:22:49: besten zur personellen Führung. Das ist nicht immer der richtige Weg, weil die fachlich besten sind

00:22:53: die fachlich besten, das heißt aber nicht, dass sie nur weil sie fachlich die besten sind,

00:22:57: auch in der Lage sind dazu zu führen und deswegen gibt es auch so viele Führungskräfte, die

00:23:00: ihre Führungsposition halt einfach falsch sind, weil sie in dem Job, in dem sie dann sind, nicht

00:23:05: mehr die besten sind, weil sie da auch gar nicht drüber gelernt haben, das gelernt haben und deswegen

00:23:09: ist es so wichtig, da auch drauf zu gucken, personell und fachlich da auch wirklich drauf zu

00:23:12: gucken, ist ja fachlich best auch wirklich in der Lage personell die Verantwortung zu übernehmen.

00:23:17: Und da haben wir eigentlich wirklich mal drüber nachgedacht und auch bei uns im Unternehmen geguckt

00:23:21: und wir haben bei uns festgestellt, dass sie bei uns auch ganz viele Leute haben, die fachlich

00:23:24: extrem geil sind, die machen einen super Job, sonst wären wir nicht so erfolgreich wie wir

00:23:28: gerade sind und dafür auch große Dank an unsere Führungskräfte, aber wir haben vielleicht

00:23:33: an einer oder anderen Stelle auch den Hilfe überhört von unseren Führungskräften, weil

00:23:37: im Tandem wird es leichter, weil wir haben fachlich gute und vielleicht brauche da eine

00:23:41: eine oder andere Stelle bei dem einen oder anderen Teamleiter auch eine personelle Unterstützung,

00:23:45: wie auch immer geausstätig. Ja, aber das Ganze setzt ja voraus, dass du dir selber erstmal eingestehen

00:23:49: kannst und das ist ja das, was wir bei ihm so groß fanden, zu sagen, das ist nichts für mich,

00:23:55: weil viele Führungskräfte und ich will nicht das jetzt generalisieren und das alle in eine

00:24:01: Schublade tun, aber dazu sagen, viele gehen auch in diese Position rein, weil es auch ein

00:24:06: Statusthema ist für viele. Ja, also eine gewisse Rolle, eine gewisse Funktion im Unternehmen zu haben,

00:24:13: einen vermeintlichen Status irgendwie zu genießen, was für mich total, also wirklich so gar

00:24:21: nichts mit Führung zu tun hat. Führung, da geht es nicht darum, mich mit meinem Status zu positionieren,

00:24:27: sondern da geht es darum, wirklich Lust zu haben, dann auch die Verantwortung zu nehmen,

00:24:30: bereit zu sein, die personelle Verantwortung, das und die, also unser Berater sagt immer,

00:24:37: Team Entwicklung, Team Stimmung und Team Ergebnis voranzutreiben und das ist ein richtig harter Job.

00:24:43: Also Führungskraft zu sein, das ist richtig harter Job und wer es nur deswegen tut, um den Status

00:24:47: zu erhalten, der ist eigentlich falsch an der Position und das finde ich halt so schön bei ihm,

00:24:52: dass er, dass er gedacht hat, dass das jetzt eine Schwäche ist, aber ihm der Status auch so total

00:24:57: egal war, weil es ihm wirklich darum geht, dass es seinem Team gut geht, dass sich alle weiter

00:25:00: entwickeln können und dass es vor allem ihm damit gut geht, weil man darf eins nicht vergessen,

00:25:04: du strahlst das auch aus, wenn du uns zufrieden bist als Führungskraft und deine Mitarbeiter,

00:25:10: die saugen das auf wie sonst was wie ein Schwamm, wenn wir einmal schlecht gelaunt durch die Produktion

00:25:14: laufen, dann heißt es, oh Gott, was mit denen los ist. Wie viel Anruf bekommen, wie viele

00:25:18: Mensen wir bekommen, dass die uns fragen, jeder Matthias ist all klar, da ist es los,

00:25:21: müssen wir uns Sorgen machen, hat irgendein Kunde irgendwas gesagt oder ist irgendwas passiert,

00:25:25: ja also grundsätzlich und glaub mal nicht, dass eure Mitarbeitenden alle beschränkt sind,

00:25:33: also da habe ich das manchmal Gefühl, dass Führungskräfte wirklich denken, sondern die sind

00:25:38: extrem sensibel, gerade wenn es um Emotionale geht oder ähnliche, die haben ein arges Auge

00:25:44: auf uns, die sind da wirklich so hinterher zu gucken, wie reagiert der Welche Laune hat der

00:25:49: heute, wie kommt der auf den Hof gefahren, welche Klamotten hat der an und die sehen das und die

00:25:52: wissen genau was los ist und die richten sich nach euch, wenn ihr nicht als Vorbild vorangeht,

00:25:57: also selbst wenn ihr als schlechtes Vorbild vorangeht, wirst du ein schlechter Team haben,

00:26:01: weil die kopieren euch halt einfach, wenn die sehen, dass die schlechte Laune von dir funktioniert,

00:26:06: na funktioniert es doch bei mir auch, wenn er es macht, warum kann ich es nicht auch machen und

00:26:09: die kopieren euch, das ist wie mit Eltern sein, die Eltern streben den Kindern nach und die kopieren

00:26:13: die auch und die halten euch einen Spiegel frittlich und dann machen eure Mitarbeiter auch, guckt mal

00:26:16: genau hin, die halten euch einen Spiegel frittlich, sofort Gesicht. Ja und da du hast halt eine Vorbildsfunktion

00:26:21: und sie gucken halt auch wie du reagierst, wie du reagierst und das kopfern sie sich eben ab,

00:26:27: du hattest einmal so ein schönes Beispiel gehabt, da sind wir durch die Fertigung gelaufen und

00:26:30: dann lag so ein Stück Papier auf dem Boden und du hast dann gesagt, wenn ich jetzt vorbeigehen

00:26:35: sollte an diesem Stück Papier und heb das nicht auf, warum solltest dann meine Mitarbeiter tun,

00:26:39: also dass du damit, du lebst halt alles vor und sie gucken sich alles bei dir ab und sie gucken

00:26:44: auch wie du drauf bist und das hat bei denen das eine wahnsinnige Wirkung so und wenn du natürlich

00:26:51: frustriert bist und wenn du irgendwie jeden Tag mit so einem, ich sag jetzt mit so einer Fresse an

00:26:58: die Arbeit kommst und eigentlich schon sechs, boah, es sind Kackladen, eigentlich habe ich gar kein Bock

00:27:03: und Führungskraft dabei bist, dann strahlst du das im Team aus und dann solltest du dir die Frage

00:27:07: stellen, okay, macht das eigentlich dann doch Sinn? Also bin ich da noch in der richtigen Position?

00:27:14: Das sind zwei Fragen, was ist das, was mich stört und zweitens kann nichts ändern und wenn ich es nicht

00:27:18: ändern kann, dann ist genau die Frage, die du die stellen musst, bin ich überhaupt noch richtig

00:27:21: an der Position oder in der Firma und die Frage muss man sich einfach stellen. Ja und da machen

00:27:25: wir auch, wenn wir merken, wir sind gerade raus aus dem Floh und haben so das Gefühl,

00:27:30: was machen wir eigentlich, dann fragen wir uns die Stelle, stellen wir uns die Frage,

00:27:34: woher kommt dieses Gefühl, warum ist es da und dann gehen wir halt in den Austausch, ja bei uns

00:27:38: es ist einfacher, wir können da mal relativ easy darüber reden, weil wir als Tandem fungieren,

00:27:42: weil wir uns gegenseitig haben, weil wir uns austauschen können und weil wir uns auch gegenseitig

00:27:45: mal setzen können, dass ich auch mal das x, zum Beispiel auch mal zwei Wochen einfach krank sein

00:27:48: kann, um meinem Körper halt die entsprechende Ruhe zu geben, das ist für uns einfacher. Für andere,

00:27:52: die alleine sind, die haben ein Riesenproblem. Matze, die sind nicht alleine, das sind ja,

00:27:56: also selbst, wir hatten auch das Beispiel, die Abteilungsleiter, dieser eine, der auf den

00:28:00: anderen zugegangen ist, die können sich ja auch miteinander austauschen, sie sind doch in derselben

00:28:04: Ebene. Wenn du jetzt ein Geschäftsführer hast, also auf unserer Ebene, auf unserer Ebene, ja,

00:28:09: da wird es auch einsam, da, ja, Gott das darf ich gar nicht sagen, da ist ja manchmal froh, dass du

00:28:13: da bist. Ja, ist ja auch einfach so, weil man dann halt einfach jemand hat, der sich dabei unterstützt

00:28:18: oder mit dem man auch reden kann und ich glaube, da haben wir für uns aber auch erkannt, da können

00:28:22: durchaus auch Coaches helfen, da wirklich jemand zu haben, wo du auch mal deine Ideen anbringen

00:28:27: kannst und sagen kannst, ey, ich habe die Idee, die würde ich gerne umsetzen, ob das du fachlich

00:28:29: oder personell ist, aber du hast jemand, der hat wiederespiegelt, der auch entsprechend die

00:28:33: Fragen dazu stellt und deswegen auch hier den Appell, keine Werbung in eigener Sache, aber wenn

00:28:38: ihr Geschäftsführer seid und euch einsam fühlt, Coaches können unterstützen. Auch Füllungskräfte.

00:28:43: Auch Füllungskräfte, also sie sind oder andere Geschäftsführer über Netzwerke, es ist nicht

00:28:47: die Allheilmittel, aber Coaches und andere Geschäftsführer im Netzwerk können euch dabei

00:28:51: unterstützen, wenn ihr in den Austausch geht und da dürfte ruhig offen sein, weil unter

00:28:56: Geschäftsführer, wenn man sich, haben wir gemerkt, wenn man sich austauscht, die sind wert,

00:29:00: also die sind nicht wert, die sind wertfrei, mit denen kann sich gut auseinandersetzen

00:29:04: und da muss man halt auch offen sein und wie so schön saß, dein Ego zurückstellen.

00:29:07: Ja, dein Ego zurückstellen.

00:29:10: Also wie gesagt nochmal zusammenfassend auf unseren Fall, unser Fallbeispiel, es war sehr,

00:29:16: sehr groß diesen Schritt zu gehen. Ich sehe das als unheimliche Stärke und viel,

00:29:23: viel weiter als einige andere, die wir so erleben und jetzt sind wir auch in dem Modus,

00:29:30: gerade auch mit der Abteilung vielleicht auch neues Modell zu entwickeln, vielleicht

00:29:35: diese Abteilung noch erfolgreicher zu machen, als sie jetzt schon ist und wirklich großes,

00:29:42: große Schapo sich einfach auch einzugestehen. Okay, ich möchte einfach nicht, ich möchte

00:29:49: diese Führungsrolle nicht, ich möchte die Verantwortung nicht, weil genau das ist für

00:29:55: mich Verantwortung tragen auch. Also ich möchte die Verantwortung nicht mehr fürs Team tragen,

00:29:59: ist für mich Verantwortung für das Team übernehmen und das hat er gemacht und ich bin,

00:30:04: oder wir beide sind da sehr dankbar für und freuen uns jetzt oder sind gespannt, wie wir

00:30:08: jetzt gemeinsam den Prozester auch gestalten, das wird eine spannende Zeit, weil das auch

00:30:12: vor, also auch andere Abteilungen betrifft und wir werden die Zuhörerinnen im Podcast,

00:30:19: denke ich, mal auf dem laufenden Teil. Definitiv. Also werdet nicht Führungsracht,

00:30:22: weil ihr nur den Status wollt. Danke. Schöner Schlusswort, damit würde ich sagen,

00:30:27: für heute ist der Thema beendet. Und wie warst du dich? Leichter als erwartet. Am Anfang

00:30:31: waren wir ein bisschen offierig. Ja, aber dann jetzt zum Schluss hat es gelegt, man nimmt

00:30:35: die Kameras sogar nicht mehr wahr, wir können einmal noch kurz sagen. Vielen Dank, bis zum

00:30:39: nächsten Mal. Du darfst Schlusswort machen, ich sage nichts, ich bin ganz ruhig, ganz seriös.

00:30:44: Auf Wiedersehen bis zum nächsten Videopadcast. Danke schön. Tschüss.

00:30:47: * Musik *

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