Folge 17: Wer ist dieser Verantwortung und warum spricht jeder über ihn?

Shownotes

🎙 Podcast-Folge: Wer ist eigentlich dieser Verantwortung? 🎙

🔥 Messefieber, Teamführung & Qualitätsbewusstsein – eine Folge voller Einblicke! 🔥

In dieser Episode nehmen wir euch mit auf unsere erste Messe-Erfahrung und sprechen über die Frage:
🔹 Warum Verantwortung nicht einfach jemand anders übernehmen kann.
🔹 Wie wir Qualität als Unternehmen wirklich leben müssen.
🔹 Warum Abwarten keine Lösung ist und wir alle mutig loslaufen müssen.

💡 Wir teilen mit euch unsere Herausforderungen, Emotionen und Learnings – und vielleicht findet ihr euch selbst darin wieder!

💬 Eure Meinung ist gefragt: Was bedeutet für euch Verantwortung im Job? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge der Blechfoto-Osen.

00:00:06: Mein Name ist Neda.

00:00:07: Und mein Name ist Matthias.

00:00:08: Man hört nur ein wenig, dass Neda genervt ist.

00:00:10: Wir haben gerade eine halbe Stunde versucht, ein Podcast aufzunehmen.

00:00:13: Wir haben ihn aufgenommen und haben im Nachgang festgestellt, wir sollten ihn nochmal neu

00:00:16: machen.

00:00:17: Darf ich jetzt was sagen?

00:00:19: Ja, du darfst jetzt was sagen.

00:00:21: Man hat mir gesagt, ich rede zu viel.

00:00:23: Du hast heute so ein leichtes Bedürfnis, heute die Sprachführung, Redeführung an dich zu

00:00:32: heißen.

00:00:33: Gut.

00:00:34: Danke.

00:00:35: Deswegen werde ich mich jetzt zurückhalten.

00:00:39: Okay, wollen wir jetzt einfach mal rein starten?

00:00:42: Du hast ja gesagt, heute soll ich das Intro mal machen.

00:00:45: Ich versuch's jetzt einfach mal.

00:00:46: Gerne.

00:00:47: Wir haben heute vor diesem Podcast zweiteilig zugeschaltet.

00:00:51: Das erste Teil werden wir euch berichten, wie es letzte Woche auf der Messe war.

00:00:54: Auf der Zuliefermesse in Leipzig.

00:00:55: Und im zweiten Teil werden wir ein wenig erzählen, wie unsere Monatsrunden ablaufen.

00:01:00: Darüber hatten wir schon in den vorigen Podcasts gesprochen, dass wir einmal monatlich mit unseren

00:01:03: Abteilungsleitern ins Hotel gehen und dort über wirklich operative und strategische Themen

00:01:08: sprechen.

00:01:09: Darüber würden wir im zweiten Teil sprechen.

00:01:10: Wir würden jetzt erstmal mit der Messe anfangen.

00:01:12: Und jetzt würde ich einfach mal sagen, Neda, starten doch einmal.

00:01:17: Wie hast du die Messe letzte Woche wahrgenommen?

00:01:18: Danke, Matthias.

00:01:19: Dass du mir das Wort übergibst.

00:01:22: Sehr gerne.

00:01:23: Ich fange jetzt einmal an, über die Messe zu sprechen.

00:01:25: Also wie ihr es von den letzten Podcast-Folgen schon gehört habt, wir haben das erste Mal

00:01:32: auf einer Messe ausgestellt.

00:01:34: Und zwar auf der Zulieferermesse Z in Leipzig, die gleichzeitig mit der Intake zusammengelaufen

00:01:40: ist.

00:01:41: Und wir waren mächtig nervös gewesen, weil wie gesagt erste Messeauftritt fünf Tage

00:01:46: bzw. der eine Tag davon war Aufbau, was wir auch an der Stelle nicht gemacht haben.

00:01:51: Wir haben nur paar zusätzliche Sachen mitgebracht, aber an dieser Stelle danke schön an die

00:01:55: Firma Expo Crew, die haben für uns einen ganz, ganz wundervollen Stand zusammengestellt.

00:02:00: Und auch der Aufbau alles super und sehr flexibel.

00:02:04: Also supernette Leute.

00:02:05: Vielen Dank nochmal dafür.

00:02:06: Das musste ich einmal kurz sagen.

00:02:07: Und genau.

00:02:08: Und wie gesagt, wir waren ziemlich nervös gewesen.

00:02:13: Aber ich muss wirklich sagen, ich bin mit einem sehr beflügelten und einem sehr schönen

00:02:18: Gefühl nach Hause gekommen.

00:02:20: Und der Messeauftritt war diverser, als wir gedacht haben.

00:02:24: Ja, ich muss auch sagen, dass die Messe anders gelaufen ist, als ich es mir vorgestellt habe.

00:02:30: Wir hatten ja im Vorfeld ganz viele Kritiker, die gesagt haben, wollt ihr wirklich?

00:02:33: Messe bringt heutzutage nichts mehr.

00:02:35: Da kommt eh nichts mehr rum.

00:02:36: Ihr investiert Geld, ihr investiert Kraft.

00:02:39: Und am Ende des Tages passiert nichts.

00:02:41: Ich muss mal dagegen halten.

00:02:43: Für uns ist relativ viel passiert.

00:02:45: Also wir haben wirklich viele coole Gespräche geführt, viele nette Gespräche geführt.

00:02:50: Wir haben potenzielle neue Lieferanten gefunden.

00:02:52: Wir haben ein, zwei, drei, vier Interessenten gefunden.

00:02:55: Mit dem Nachgang muss ich herausstellen, wie groß das Interesse wirklich war.

00:02:59: Da werden wir jetzt einfach mit unserem Vertrieb nach telefonieren.

00:03:02: Und wir haben an sich auch richtig coole Menschen kennengelernt.

00:03:04: Wir haben dort vor Ort Marktbegleiter.

00:03:08: Da ist ja das neue Wort, das wir, ich habe mir erklären lassen, oder halt Mitwettbewerber

00:03:12: kennengelernt.

00:03:13: Und auch jemand, der hatte mal denselben Kunden wie wir.

00:03:15: Der fertigt noch die Teile, die wir jetzt nicht mehr fertigen.

00:03:17: Und es war ganz cool mit ihm in den Ausdurchsage.

00:03:19: Er war ganz offen, war ganz ehrlich und hat einfach mit uns gesprochen.

00:03:24: Er hat gesagt, ja, die Teile passen zu uns.

00:03:26: Wir sind zwar Konkurrenten, aber grundsätzlich sind wir anders aufgestellt.

00:03:31: Er ist im See, ne Quatsch, in einer Einzelteilfertigung, in einer Kleinstärinfertigung.

00:03:36: Und wir machen eigentlich Großserien.

00:03:37: Und schön war zu sehen, dass sich da das Blatt gewendet hat.

00:03:41: Dass man da eigentlich auch ganz offen und ganz ehrlich und ganz transparent auch mit

00:03:44: seinen Wegbegleitern, der Marktbegleiter sprechen kann.

00:03:46: Dass da einfach nicht mehr so ist.

00:03:48: Früher wurde man immer so gesagt, sprich bloß nicht mit einem Konkurrenten, geht da nicht

00:03:51: in den Austausch.

00:03:52: Die dürfen nicht kennenlernen.

00:03:53: Die dürfen nicht nicht nicht spriken.

00:03:54: Etc.

00:03:55: Etc.

00:03:56: Heute geht man offen, offen dann dazu.

00:03:57: Begrüßt sich, spricht miteinander, geht in den Austausch.

00:03:59: Und was man auch gemerkt hat, mit wem soll sich ein Unternehmer sonst austauschen und

00:04:03: ein Geschäftsführer, als mit Unternehmern und ein Geschäftsführer.

00:04:06: Deswegen ist es so wichtig, dort in den Austausch zu gehen, weil wir kämpfen alle mit denselben

00:04:09: Herausforderungen.

00:04:10: Warum darf man sich da nicht miteinander austauschen?

00:04:12: Genau.

00:04:13: Ich wiederhole das jetzt alles nicht.

00:04:18: Genau so ist es.

00:04:20: Es waren wirklich sehr, sehr schöne Begegnungen, die wir dort hatten.

00:04:24: Und wir hatten auch wirklich sehr, sehr tolle Stand nach Bahn.

00:04:28: Liebe Grüße hier auch an Lasertail4U.

00:04:30: Wir haben wirklich die Tage zusammen da gerockt.

00:04:34: Und teilweise wirklich manchmal, wo wir schon so dachten, boah, wir können echt nicht mehr

00:04:39: stehen, haben wir uns dann gegenseitig nochmal aufgepeppelt und gepusht und kommen.

00:04:43: Wir ziehen jetzt durch.

00:04:44: Wir hatten eine richtig coole Community auch um uns herum.

00:04:48: Wir hatten ja einen Popcorn-Stand.

00:04:50: Der eine oder andere hat es vielleicht bei LinkedIn oder bei Instagram gesehen.

00:04:53: Und der ist übrigens sehr, sehr gut angekommen.

00:04:55: Der Duft hat die Leute zu uns gelockt.

00:04:58: Und da kam eine Dame, die ja auch auf ihrem Stand, ein Popcorn-Stand.

00:05:02: Und die kamen so, ey, scheiße, mein Popcorn funktioniert nicht.

00:05:05: Das verbrennt.

00:05:06: Kannst du uns helfen und so weiter.

00:05:07: Also das war echt cool, oder dass man zwischendurch andere gekommen sind.

00:05:11: Gefreundet habe ich, läuft es so bei euch am Stand.

00:05:13: Und ja, es war einfach rund um eine richtig coole, coole, coole Gemeinschaft.

00:05:19: Und das, was man so gesellschaftlich momentan so ein bisschen vermisst, dieses Miteinander

00:05:24: und dass man jetzt nicht irgendwie als Konkurrenten oder als Konkurrentstände dort auftritt.

00:05:28: Das, was uns in der Gesellschaft fehlt, haben wir in dieser Halle einfach unfassbar stark

00:05:33: und intensiv gefühlt.

00:05:35: Und wahrscheinlich waren wir deswegen auch so beflügelt, weil das wirklich sehr schön

00:05:39: war.

00:05:40: Diese Gemeinschaft, die wir mit den anderen hatten.

00:05:42: Definitiv.

00:05:43: Das war für mich auf jeden Fall ein Erlebnis, dass das wirklich klappen kann, diese Unterstützung.

00:05:48: Und das war eigentlich mit so der Punkt, der mich persönlich am meisten begeistert hat.

00:05:54: Dass man dort wirklich extrem viel Unterstützung erlebt hat.

00:05:58: Weil die Messe gestartet ist für mich ein bisschen anders.

00:06:01: Sie war doch sehr aufgeregt, sehr nervös.

00:06:03: Neda hat es auch mitbekommen bei den ersten zwei Gesprächen.

00:06:06: Haben mir noch die Knie geflattert und die Hände noch ein bisschen gezittert.

00:06:09: Weil wer mich kennt, ich bin nicht gerade jemand, der proaktiv auf Menschen zugeht und

00:06:15: sie jetzt unbedingt in ein Gespräch verwickelt.

00:06:17: Ich kann durchaus reden, aber es ist nicht mein Lieblingsthema.

00:06:21: Wirklich nicht.

00:06:23: Und bei den ersten Gesprächen musste mich Neda auch kurz ans Händchen nehmen.

00:06:26: Da hat sie der erste Gespräch geführt und hat dann irgendwie den Einstieg über das

00:06:31: Schweißen gefunden und dachte, ah, Schweißen, komm, wir haben unseren Schweißfachmann hier.

00:06:34: Matias, erzähl doch mal.

00:06:35: Und da hat sie schon gesehen, da zitterten die Hände und da flatterten die Knie.

00:06:41: Aber nach diesem ersten Gespräch und nach dem zweiten Gespräch hat man so langsam gemerkt,

00:06:46: hey, cool, die Standbesucher sind einfach mega entspannt.

00:06:50: Man kann richtig coole Gespräche führen und wenn man proaktiv mit dem Lächeln auf die

00:06:54: Menschen zugeht, dann steigen die halt einfach locker-flockig in diese Gespräche ein.

00:06:59: Und die länger dieser Messerauftritt ging, das so selbstbewusster wurde, man hat das

00:07:04: zum Erdmann die Scheu verloren und das so aktiver ist, war dann auch auf die Leute zugegangen.

00:07:09: Und hat dann halt auch einfach gesagt, ey, wir haben Popcorn, magst du was?

00:07:13: Es ist lecker.

00:07:14: Genau.

00:07:15: Und du bist ja auch von Tag zu Tag dann auch immer offener geworden und irgendwann konnte

00:07:20: man dich von den Leuten gar nicht mehr fernhalten.

00:07:22: Und die warmen Leute.

00:07:23: Ja, genau.

00:07:24: Und das war auch so schön zu beobachten bei den Mitarbeitern, die wir dabei hatten.

00:07:28: Also unser Vertriebsmann, der mit dabei war, der hat da eigentlich nicht so Berührungsängste

00:07:33: gehabt.

00:07:34: Der war, ist da sehr, sehr offen auf die Leute zugegangen.

00:07:38: Unsere Einkäuferin, die dabei war, da hast du auch gemerkt, am Anfang auch eher zurückhalten

00:07:43: und dann hast du die quasi wie dich, Matthias, auch nicht mehr von den Leuten wegbekommen.

00:07:46: Also das war auch schön zu sehen, wie auch selbst unsere Mitarbeiter sich in den fünf

00:07:51: Tagen mehr zugetraut haben, mehr selbstbewusstsein bekommen haben.

00:07:54: Und das hat sie, glaube ich, persönlich auch nochmal extrem weitergebracht und mehr Selbstwertgefüge

00:08:00: geben.

00:08:01: Und ja, du hattest es angesprochen gehabt, wie dieser Messe stand.

00:08:06: Wir haben erst gedacht, da geht es wirklich nur darum, Kunden zu gewinnen.

00:08:09: Aber wie du angesprochen hast, wir haben unsere Marktbegleiter kennengelernt.

00:08:12: Teilweise bekannte Lieferanten, die wir schon haben, aber auch potenzielle Lieferanten.

00:08:19: Da ist einer gekommen, der würde, wenn das klappen würde, ein großes Problem bei uns

00:08:25: lösen.

00:08:26: Und da ist unsere Einkäuferin direkt mit ihm in den Austausch gegangen und ist ins Gespräch

00:08:30: gekommen.

00:08:31: Also wirklich vom Lieferanten bis teilweise auch Studenten, die nach dem Praktikungsplatz

00:08:36: gesucht haben, war wirklich alles Mögliche dabei.

00:08:40: Und diese Vielfalt hätte ich gar nicht so erwartet.

00:08:42: Und auch das Netzwerken.

00:08:44: Auch das Netzwerken war wirklich extrem cool.

00:08:46: Und das war eine ganz, ganz tolle Erfahrung, die wir da gemacht haben.

00:08:50: Genau.

00:08:51: Und anders als auf der Hannover-Messe oder auf der Euroblech war die Messe jetzt nicht so

00:08:56: sehr überlaufen, was ganz angenehm war, weil man ganz intensivere Gespräche führen kann.

00:09:01: Also die Gespräche war ganz anders, weil sich nicht ständig 30, 40, 50 Leute um den Stand

00:09:05: getummelt haben, sondern dass immer so zwei, drei Leute waren da.

00:09:08: Und man konnte wirklich lange, intensiv in den Austausch gehen.

00:09:11: Man konnte sich lange auf sie konzentrieren und wirklich auf sie konzentrieren und musste

00:09:14: nicht noch mit drei, vier Augen irgendwo anders sein und zu gucken.

00:09:17: Da stehen noch mehr.

00:09:18: Die wollen jetzt auch auch, lasst die nicht so lange stehen.

00:09:19: Du hast also nicht abgelenkt.

00:09:20: Du konntest halt so viel intensivere Gespräche führen.

00:09:22: Also ich kann mir durchaus vorstellen, dass es auf der Hannover-Messe, auf der Blechexpo

00:09:27: oder anderen größeren Messen, wo mehr andrang ist, dass es dort wesentlich schwieriger

00:09:31: ist für die Standbetreiber, dort wirklich in den intensiven und guten Austausch zu kommen.

00:09:38: Wir waren ja selber schon auf der Hannover-Messe, haben es gesehen.

00:09:40: Wenn man so an die Steine von Bosch oder von Trump kommt, was sich da für Menschenmengen

00:09:44: tummeln.

00:09:45: Und bei Siemens, und da wären nicht alle abgeholt, da wären nicht alle abgefertigt.

00:09:51: Nicht jeder kommt ins Gespräch.

00:09:52: Und manchmal sind es nur so ganz kurze Gespräche, weil dann, ah, hier, der Kunde noch, der ist

00:09:55: noch wichtiger.

00:09:56: Die interessieren sich dann teilweise gar nicht für dich.

00:09:58: Und davon nicht diese Messe vom Format her für uns als Einstieg extrem angenehm.

00:10:03: Weil sie nicht zu überlaufen war.

00:10:05: Weil wir halt auch einfach diese intensiven und sehr fruchtenden Gespräche führen konnten.

00:10:10: Ich muss dir allerdings sagen, den Freitag fand ich etwas überflüssig.

00:10:13: Also man hätte den vielleicht irgendwie keine Ahnung bis 11, 12 Uhr machen können.

00:10:17: Da ging ja auch bis 16 Uhr.

00:10:19: Aber Freitag ist halt, wer geht am Freitag auf eine Messe, wenn da ein Wochenende ist?

00:10:23: Wir hatten noch paar Schulklassen da am Freitag, aber der Freitag, ich glaube, den hatte man

00:10:28: sich sparen können.

00:10:29: Oder bis auf den Mittag.

00:10:30: Weil ich fand den Einwand, der wir gerade gemacht haben, wir hatten Schulklassen da oder halt

00:10:33: auch Studenten da.

00:10:34: Das war so den Vormittag so maximal bis um 12 Uhr macht, dass man auch denen nochmal

00:10:37: ein bisschen die Technologien näher bringt und dass sich auch mal ein bisschen mit den

00:10:42: Firmen beschäftigen können.

00:10:43: Was gibt es eigentlich auf dem Markt, finde ich ganz wichtig.

00:10:44: Aber sonst bin ich ganz bei dir.

00:10:46: Der Freitag war, gerade in der Länge war, sehr grenzwertig.

00:10:49: Also man hat dann auch schon viele gesehen, die da sich dann auch gelangweilt haben, angefangen

00:10:53: aufzuräumen, zu reinigen, etc.

00:10:55: Also ja, da bin ich ganz bei dir.

00:10:56: Man hätte den durchaus kürzer halten können.

00:10:58: Aber grundsätzlich eine drei-tages-Messe würde für uns bis zum nächsten mal auch ausreichen.

00:11:02: Ja, genau.

00:11:03: Ja, und wie sagt man so schön, vor der Messe ist nach der Messe.

00:11:07: Wir haben jetzt natürlich genauso die Aufgabe, die, ich weiß nicht, wie viel Stapel an Visitenkarten

00:11:13: wir mitgenommen haben, das ist man echt viele, die natürlich jetzt nachzuarbeiten.

00:11:18: Unser Vertriebsmann hat ordentlich zu tun, unsere Einkäuferin hat da auch ordentlich

00:11:22: zu tun.

00:11:23: Und genau, also die Nachbearbeitung ist genauso wichtig wie die Vorbereitung.

00:11:27: Und wir haben uns aber schon entschieden, dass es nicht die letzte Messe sein wird für

00:11:32: uns.

00:11:33: Da haben wir auch noch von unseren Standnachbarn den einen oder anderen Tipp bekommen, wo man

00:11:38: sonst noch ausstellen könnte.

00:11:40: Also vielleicht werdet auch ihr irgendwann rexrot auf der einen oder anderen Messe sehen.

00:11:44: Für uns war es auch nochmal echt cool, dass wir einfach als Metallverarbeiten das Unternehmen

00:11:49: in Berlin nochmal eine mehr Sichtbarkeit bekommen haben.

00:11:53: Denn viele sind auch zu uns gekommen und gesagt, ah, in Berlin gibt es einen Metallverarbeiten

00:11:57: dieses Unternehmen interessant.

00:11:58: Hatten sie gar nicht so auf dem Schirm gehabt.

00:12:01: Und von daher war das auf jeden Fall für unsere Sichtbarkeit auch nochmal richtig

00:12:05: gut.

00:12:06: Ja, als Erfahrung und als Sichtbarkeit, also dem kann ich nicht hinzufügen.

00:12:09: Ich würde sagen, Messe haben wir abgehakt.

00:12:13: Haben wir abgehakt, ja.

00:12:14: Sehr schön.

00:12:15: Dann würde ich tatsächlich einmal zum zweiten Teil einleiten.

00:12:18: Diesmal übernehme ich die Einleitung dazu.

00:12:21: Ja, wir haben euch ja erzählt, wir machen das schon eigentlich seit wir die Geschäftsführung

00:12:26: vor vier Jahren übernommen haben, dass wir uns überlegt haben.

00:12:29: Wir möchten gerne sogenannte Monatsrunden bei uns einführen.

00:12:33: Man kann sich das so vorstellen, eine Monatsrunde ist wie eine Teamsitzung.

00:12:38: Unser Team besteht aus den Abteilungsleitern hier bei uns in der Fertigung, aber auch

00:12:43: in der Verwaltung.

00:12:44: Weil wir ja kein Produktionsleiter bei uns im Hause haben, sind das Matthäus und ich,

00:12:49: die dann quasi die direkten Vorgesetzten sind.

00:12:51: Und wir haben diese Monatsrunden ins Leben gerufen, außerhalb des Unternehmens, wo wir

00:12:56: uns mit unseren Abteilungsleitern zusammensetzen, einen ganzen Tag lang und über operative

00:13:03: und strategische Themen zu sprechen.

00:13:05: Und man kann eigentlich sagen, dass in jedem Jahr immer wieder ein anderer Schwerpunkt da

00:13:10: ist.

00:13:11: Und für 2025 haben wir uns ganz explizit den Schwerpunkt Qualität ausgesucht, an dem

00:13:17: wir arbeiten möchten.

00:13:19: Und Matthias hat schon gesagt, wir werden Qualität in diesem Jahr so sehr auseinander

00:13:24: nehmen, bis es euch aus den Ohren blutet.

00:13:26: Uns allen.

00:13:27: Also nicht nur den Abteilungsleitern, auch uns.

00:13:29: Aber ja, und Qualität ist ja einfach ein breites Feld.

00:13:32: Da geht es ja nicht nur um die Qualität am Teil, sondern vor allem auch ums Bewusstsein.

00:13:36: Ums Bewusstsein jedes Einzelnen.

00:13:37: Was bedeutet eigentlich für mich persönlich Qualität?

00:13:40: Und was bedeutet Qualität halt eigentlich auch für die Firma Rexrot?

00:13:43: Was bedarf es dazu?

00:13:45: Und genau diesen Thematiken stellen wir uns jetzt einfach, um die noch mal weiter ans

00:13:49: Bewusstsein zu rufen.

00:13:51: Und wir machen das nicht, weil wir jetzt 100 oder 200 Reklamationen im letzten Jahr hatten,

00:13:56: sondern weil wir einfach gemerkt haben, wir haben uns die letzten Jahre wirklich damit

00:13:59: beschäftigt, unsere Kunden zurück zu gewinnen, mit unseren Kunden ein gutes Verhältnis aufzubauen.

00:14:04: Wir haben es geschafft, dort auch in der Lieferperformance wieder besser zu werden.

00:14:07: Aber wir haben das Thema Qualität ein bisschen, bisschen aus den Augen verloren.

00:14:10: Deswegen haben wir gesagt, also das Thema Qualitätsbewusstsein aus den Augen verloren.

00:14:14: Wir liefern gute Qualität.

00:14:15: Klar, wir machen auch Fehler, wir sind nicht fehlerfrei.

00:14:18: Aber dieses Bewusstsein für das Thema Qualität, das einfach nochmal zu schärfen, da einfach

00:14:22: nochmal ein gemeinsames Bild ins Unternehmen zu bringen.

00:14:25: Das war uns wichtig, weil wir hatten das Gefühl, dass das ein bisschen verloren gegangen ist,

00:14:29: dass jeder so ein bisschen eine unterschiedliche Ansicht hat zum Thema Qualität.

00:14:32: Und nach dem Termin gestern können wir sagen, es ist doch so.

00:14:36: Magst du mal kurz erzählen, wie wir so die ersten Runden, wie wir gestartet sind, wie

00:14:40: wir festgestellt haben, dass wir total unterschiedliche Ansichten vom Thema Qualität oder Ansprüche

00:14:44: ins Thema Qualität haben?

00:14:45: Ja, man muss ja erstmal dazu sagen, wir sind ein zertifiziertes Unternehmen.

00:14:48: Und wir haben Prozesse, die stehen in unserem Q&A drin und die sind auch festgeschrieben.

00:14:55: Also wir sind ein Betrieb, der feste Prozesse hat.

00:14:58: Doch manchmal ist es eben so, dass Prozesse bei dem einen oder anderen doch anders gelebt

00:15:03: werden und das hat es uns eben gestern auch nochmal gezeigt.

00:15:06: Wir haben die Monatsrunde damit gestartet oder das Kick Off, haben uns vorab überlegt,

00:15:11: okay, wie startet man oder wie geht man am besten in das Thema rein?

00:15:14: Und bei so einem Workshop ist es erstmal wichtig, wirklich erstmal bei den einzelnen

00:15:17: Teilnehmer auch abzufragen, was sind eigentlich meine Erwartungen?

00:15:22: Und hier haben wir ganz explizit danach gefragt, was sind eigentlich meine Erwartungen und meine

00:15:26: Wünsche zu dem Thema Qualität und was müssten wir bis Ende des Jahres erreicht haben?

00:15:31: Warum haben wir die Frage gestellt?

00:15:33: Unter anderem, weil wir dann auch, wenn wir in diesem Jahr komplett das Qualitätsthema

00:15:37: miteinander bearbeiten, auch gucken können, okay, sind meine Erwartungen erfüllt worden?

00:15:42: Sind die Wünsche erfüllt worden?

00:15:44: Und das zweite, was Matthias und ich uns überlegt haben, ist diese Erwartungen und Wünsche

00:15:49: tatsächlich in Form eines Plakates zu gestalten und in der Firma auszuhängen und daneben vielleicht

00:15:55: noch einen zusätzlichen Flip-Shart hinzuzufügen, wo auch die Mitarbeiter ihre Gedanken mit

00:16:00: uns teilen können, sodass wir auch diese wiederum mit in die Monatsrunden mitnehmen, um die

00:16:05: zu bearbeiten.

00:16:06: Genau.

00:16:07: Und das Ganze dient auch dazu, um eine gewisse Messbarkeit herzustellen, weil wir haben

00:16:11: jetzt einen Zustand, was wir unter dem Thema Qualitätsbewusstsein oder Qualität in unserer

00:16:15: Firma verstehen und auch welche Wünsche wir haben, die wir bis zum Jahresende gerne

00:16:20: abgearbeitet haben möchten.

00:16:22: Und dann haben wir die Wünsche dazustehen und können uns dieses Wunschplakat einfach

00:16:26: noch mitnehmen in die letzte Sitzung des Jahres und können mal gucken, guck mal, von da kommen

00:16:29: wir.

00:16:30: Was haben wir davon einfach erreicht?

00:16:32: Da einfach mal drauf zu gucken und ich glaube, das ist auch ganz wichtig.

00:16:35: Einerseits sind deine Punkte verdammt wichtig zu sagen, wir macht sichtbar und wir geben

00:16:39: auch die Mitarbeiter nochmal die Chance, dasselbe ihre Wünsche und ihre Anregung oder Impulse

00:16:44: mit reinzunehmen.

00:16:45: Andererseits ist es aber genauso wichtig, an der Stelle zum Ende des Jahres nochmal

00:16:49: gucken, was haben wir eigentlich umgesetzt von dem, was wir uns gewünscht haben?

00:16:51: Waren die Ziele vielleicht zu groß, zu klein oder genau richtig? Ja, ganz genau.

00:16:57: Und das war auch wirklich gut. Diese Abfrage, ich war sehr überrascht über die Ergebnisse und

00:17:04: die Inhalte, war aber sehr, sehr positiv überrascht. Da waren sehr, sehr wichtige Punkte mit dabei.

00:17:09: Und im zweiten Schritt, da gehen wir immer gerne in den Monatsrunden in den Gruppen arbeiten,

00:17:13: sodass die Leute wirklich gut in den Austausch kommen miteinander, sich gegenseitig reflektieren,

00:17:18: gemeinsame Punkte sammeln. Und da haben wir Matthias und ich vorab zu dem Thema Qualität.

00:17:25: Gibt es ja verschiedene Bereiche, die Qualität berührt. Zum einen Qualität in Bezug auf unsere

00:17:32: Lieferanten, Qualität in Bezug auf unsere Bestandskunden, Qualität in Bezug auf neu gewonnenen Kunden

00:17:39: und Qualität in Bezug auf unsere Mitarbeiter. Und wir haben jeweils für die einzelnen Kategorie

00:17:45: Falluai-Spiele mitgegeben, an denen die einzelnen Gruppen daran gearbeitet haben. Und normalerweise

00:17:52: ist es so, die Gruppenergebnisse werden dann vorgestellt, dann gibt es noch Verständnisfragen

00:17:57: dazu und dann macht man Maßnahmen und dann geht man raus miteinander. Ich kann euch sagen,

00:18:02: wir haben von vier Gruppen nur zwei geschafft. Also das war wirklich sehr intensiv. Magst du

00:18:10: mal erzählen, warum? Warum? Ja, also weil wir, wie ich es eingangs schon gesagt hatte,

00:18:17: wirklich festgestellt haben, dass wir eine ganz andere Blickweise auf diese Prozesse haben,

00:18:24: die wir uns zusammen erarbeitet haben. Also jeder versteht den Prozess anders. Manche

00:18:29: kennen den Prozess auch gar nicht, muss man auch so fairerweise sagen. Die haben sich damit

00:18:33: nicht beschäftigt. Die haben mal gehört, ah, ich habe ein Problem, da gehe ich zu dem,

00:18:35: ah, ich habe das Problem, da gehe ich zu dem. Da halt einfach nochmal einheitliche Bild zu

00:18:39: schaffen. Es gibt eine Prozesslandkarte. Wir haben einen Qualitätsmanagement Handbuch

00:18:43: und da sind die Sachen drin und die haben wir sogar zusammen erarbeitet. Das ist nicht

00:18:46: so, dass die irgendwo hier so aus dem Zauberhof rausgezogen worden sind und sagen, hallo,

00:18:50: da sind sie. Nein, wir haben sie alle gemeinsam erarbeitet. Und es war so spannend zu sehen,

00:18:56: wie unterschiedlich die Leute auf diese Prozesse gucken, aber auch wie unterschiedlich die Leute

00:19:00: mit dem Thema Verantwortung umgehen. Ah, der ist verantwortlich, dann habe ich ja keine

00:19:04: Verantwortung mehr. Das passiert hier, nee, das ist nicht meine Verantwortung, das ist

00:19:08: die Verantwortung der anderen. Also, man hat ganz selten mal gehört oder das Gefühl gehabt,

00:19:13: dass das Leute sagen, ey, jo, meine Verantwortung, nehm ich, oh, tut mir leid. Mein Prozess habe

00:19:19: ich nicht daran gedacht, aber zukünftig werde ich. Ganz, ganz selten. Immer nur Verantwortung,

00:19:26: die anderen. Verantwortung, die anderen. Ich, eigene Initiative, warum? Die Verantwortung

00:19:30: liegt davor anders. Ja, deswegen heißt ja unser Podcast heute auch, wer ist eigentlich

00:19:34: dieser Verantwortung und warum reden alle über ihn. Wir haben bei den Diskussionen ganz, ganz oft

00:19:39: festgestellt dieses, man müsste mal das und das tun und ja, wir hoffen, dass das und das und das

00:19:46: geschieht und passiert und so weiter und so fort. Und irgendwann, ich glaube zum Ende der Monatsrunde

00:19:52: haben wir dann diesen Satz aufgeschrieben, weil sich gefühlt, alles um diesen Verantwortung,

00:19:57: diese, diese Person, die nicht identifiziert wird, gekreist hat. Und dass alle wissen eigentlich,

00:20:06: was zu tun ist, aber die Frage ist, wer macht's am Ende? Genau, und das hat sich auch herauskostalisiert

00:20:11: und wir machen auch so eine kurze Blitzrunde zum Abschluss und da kam dann halt mehrfach die

00:20:15: Antwort und mehr, ich bin mal gespannt und ich warte mal ab. Puh. Erste Mal, okay, ja, einer,

00:20:21: okay. Nachdem es dann aber fünf oder sechs Mal gekommen ist, dieser Aussage, ich bin gespannt,

00:20:25: ob wir es hinbekommen und ich warte mal ab, da war bei mir dann so langsam so der Punkt erreicht.

00:20:30: Leute, auf was wollt ihr warten? Wir haben noch gerade so eine Röhre gesprochen, dass wir

00:20:33: Verantwortung wollen, die müssen. Dass wir gemeinsam loslaufen müssen, dass wir dafür

00:20:37: verantwortlich sind, diese Prozesse bei uns im Unternehmen zu etablieren, dass wir dafür

00:20:41: verantwortlich sind, die in unsere Teams zu bringen, dass wir dafür verantwortlich sind,

00:20:45: dass die Qualität wieder besser wird, auf was wollt ihr warten? Wenn ihr euch jetzt hier hinsetzt,

00:20:49: und ich hab mich wirklich hingesetzt zu dem Zeitpunkt, ich sag, wenn ihr euch jetzt hier hinsetzt

00:20:53: und wartet, was soll denn denn passieren? Wenn ihr wartet, dann kann gar nichts passieren.

00:20:57: Und das ist halt wieder, das war so passend, keiner will Verantwortung nehmen oder wenige

00:21:04: wollen Verantwortung nehmen, nicht keiner, Entschuldigung, wir sind nicht alle über einen

00:21:06: Kamm scheren, aber wenige wollen Verantwortung nehmen. Wenigen ist auch wirklich bewusst,

00:21:10: dass sie in dieser Verantwortungspflicht drinstecken, dass sie diejenigen sind und wir

00:21:15: haben es beim letzten Mal gesagt, wir haben es glaube ich schon in fünf oder sechs Podcasts

00:21:18: gesagt, die Führungskräfte sind dafür verantwortlich, wie die eigenen Teams funktionieren und laufen.

00:21:25: Und wenn sie vorleben und sagen, wir warten mal ab, was hier passiert, wir sind gespannt,

00:21:28: ob wir es schaffen. Was glaubt ihr denn, was eure Mitarbeiter machen werden? Die werden

00:21:33: sich genauso setzen, wir sind auch gespannt, cool, wir warten mal mit unserem Abteilungsleiter

00:21:36: zusammen, geil. Und dann ringen sich die Abteilungsleiter drüber auf, dass ihre eigenen Mitarbeiter

00:21:40: nicht laufen. Ja, ich hab auch echt nach der Monatsrunde darüber nachgedacht,

00:21:46: was eigentlich so schwierig daran ist. Also, normalerweise, wenn irgendwas in der Abteilung

00:21:53: passiert, sei es jetzt, es wurde Ausschuss produziert, dann holst du dir ja dein Team

00:21:57: zusammen und guckst, okay, das ist das Fehlerbild, wie können wir das zukünftig vermeiden?

00:22:01: Und ich glaube, und das ist, glaube ich, eine unserer größten Schwächen, die wir hier

00:22:05: bei uns im Betrieb haben, dass wir immer erst nach dem, wer ist schuld gucken. Wer ist

00:22:11: eigentlich schuld an dem Fehler? Und wir uns so lange darauf aufhalten, erstmal den

00:22:16: Schuldigen quasi Mürbe zu machen, fertig zu machen und uns dann an dem Fehlerbild so

00:22:22: lange aufhängen, dass wir uns gar keine Gedanken darüber machen, wie ist ein Fehler

00:22:27: passiert? Okay, schwammt drüber, haken, aber wie können wir das zukünftig vermeiden?

00:22:30: Dass wir uns darüber ein, also, dass vielleicht die Abteilungsleiter so ein bisschen überfordert

00:22:34: damit sind, okay, wie gehe ich das Ganze denn an? Wie spreche ich sowas eigentlich in

00:22:38: meiner, in meinem Team an? Berechtigte Frage und die Frage ist ja auch richtig gut oder

00:22:50: in der Quatsche, die ihr gerade getroffen hast, die erlebe ich auch immer wieder, man

00:22:53: sucht immer erst den Schuldigen. Am Ende des Tages ist es scheiß egal, wer schuld ist.

00:22:58: Wichtig ist nur, und das hast du gerade auch so schön gesagt, was müssen wir dafür tun,

00:23:03: dass das nicht nochmal passiert? Und ja, vielleicht weiß es der eine oder andere Abteilungsleiter

00:23:09: gar nicht, oder die eine oder andere Führungskraft gar nicht, wie es geht, aber dann liebe Führungskrifte,

00:23:13: jetzt mal ein Appell an euch, dann frag doch einfach eure Führungskrifte, ihr seid doch

00:23:17: nicht allein. Oder frag doch mal eure Kollegen, die anderen Führungskrifte, vielleicht haben

00:23:20: die ja eine Idee, vielleicht haben die ja schon mal durch, guckt doch mal, guckt doch mal

00:23:24: auf andere Abteilungen, wie läuft es denn da? Meckert nicht immer nur über andere Abteilungen,

00:23:28: dann geht doch mal in den Dialog und frag doch mal, ey, wie hast du das eigentlich, da

00:23:31: hast du mal mit dem Fehler gemacht, welche Erfahrungen hast du gesammelt, kannst du mich

00:23:34: vielleicht dabei unterstützen? Oder zu sagen, ey, liebe Produktionsleitung, liebe Geschäftsführung,

00:23:39: ich bin an der Stelle überfordert, habt ihr einen Tipp für mich, könnt ihr uns dabei

00:23:43: unterstützen? Genau. Und ihr werdet sehen, eure Führungskrifte, egal welche Ebene, in der

00:23:48: Regel, wenn es gute Führungskrifte sind, werden sie sagen, na klar, lass uns mal gemeinsam

00:23:52: drauf gucken, lass uns mal gucken, wo ist dein Bauchschmerz, was brauchst du von mir,

00:23:56: damit du dieses Problem mit deinem Team lösen kannst. Und darum geht es, unterstützt euch

00:24:02: gegenseitig. Ja, und was manchmal so rüber kommt, ist so, ja, sehen die das denn nicht

00:24:08: und warum agieren die denn nicht? Also, das wirklich mal jemand proaktiv uns uns zukommt

00:24:14: und sagt, ey, ich habe das und das Problem, ich hätte die und die Idee, könnt ihr mich

00:24:19: dabei unterstützen. Also, ich kann wirklich an einer Hand abzählen, wieviel Abteilungsleiter

00:24:24: auf uns zukommen und sich mal einen Rat abholen, die wirklich auch mal sich dann hier hinsetzen

00:24:29: und sagen, ihr habt immer kurz Zeit, lass uns mal darüber sprechen. Also, sie sich wirklich

00:24:33: auch einzugestehen, ja, sich auch einzugestehen, dass man mit der Aufgabe auch überfordert

00:24:38: ist, ja, dass man vielleicht auch überfordert ist, damit, wie ich schon gesagt habe, mit

00:24:42: seinem Team in den Austausch zu gehen, aber dafür gibt es ja Mittel und Wege, wir haben,

00:24:46: ja. Das ist nur eine ganz kurze Einsatzung, es ist völlig in Ordnung überfordert zu

00:24:50: sein. Ich habe es vorhin gehört, ich habe es gesagt, ich war bei den ersten Gesprächen

00:24:53: auf der Messe auch überfordert. Das ist ok. Ja, ja, deswegen, also wir sind nicht perfekt,

00:25:01: wir sind einfach nicht perfekt und wir lernen jeden Tag dazu. Ich habe auch in der gestrigen

00:25:05: Monatsrunde zugegeben, dass ich bei einem Thema auch sehr ambivalent reagiert habe und

00:25:14: dass das auch in meiner Verantwortung liegt, wie ich das euch als Abteilungsleiter, weil

00:25:19: das sind meine direkten Mitarbeiter, wie ich das euch vermittel, denn wenn ich sage zum

00:25:23: Beispiel der und der ist doof, dann verinnerlicht ihr das eben auch und tragt dann diese Haltung

00:25:30: eben auch durch die Firma. Das heißt, ich bin einfach verantwortlich dafür und damit

00:25:34: wollte ich einfach zum Ausdruck bringen, dass auch wir nicht alles richtig machen und auch

00:25:39: immer wieder uns reflektieren müssen, uns immer wieder nachjustieren müssen und auch

00:25:42: wir uns auch mal Hilfe holen müssen. Oder ein Rat oder eine Unterstützung oder was auch

00:25:47: immer. Vollkommen korrekt. Das kann ich wirklich nur unter Mauern unterschreiben. Ich kann

00:25:54: es auch nur unterschreiben, die Aussage, die wir gerade getroffen haben. Deswegen haben

00:25:56: wir auch einen Coach bei uns im Haus, der uns dabei unterstützt und deswegen haben

00:25:59: wir vorhin auch gesagt, es ist so wichtig, dich mit anderen Unternehmern und anderen

00:26:02: Geschäftsführern auszutauschen. Da fragen wir auch nach, wie hast du diese Situation

00:26:06: schon mal erlebt? Wie hast du das gemacht? Das, was ich gerade gesagt habe, was ihr mit

00:26:09: euren Kollegen machen soll, machen wir auch. Und das ist der erste Schritt, wenn ich erkenne,

00:26:14: oh, ich bin hier überfordert. Ich brauche Hilfe. Das ist der erste wichtige Schritt.

00:26:19: Und nochmal, scheiß auf euer Ego, scheiß auf euern Stolz. Es ist nichts Schlimmes dabei.

00:26:25: Wirklich zu sagen, ey, ich bin an der Stelle überfordert. Junge, Mädel, wart doch immer,

00:26:30: kannst du mich dabei unterstützen, weil ich weiß, du hast dieses Problem schon mal gehabt.

00:26:33: Das ist doch normal zu der Welt. Genau und deswegen kommen ja dann solche Sitze und die

00:26:40: haben uns beide gestern extrem Möwe gemacht. Ich bin mal gespannt, was kommt und ich bin

00:26:46: mal gespannt. Ich warte mal ab. Ich warte mal ab. Also ich darf, das war bei drei, vier

00:26:50: Leuten tatsächlich, wo wir das fünf. Fünf Leute. Und Matthias sagte dann so im Nachgang

00:26:57: zu mir, Boneda, eigentlich hatte ich vor, was ganz anderes in der Abschlussrunde zu sagen,

00:27:01: aber diese fünf Sätze haben mich so gekillt, dass ich einfach nur verzweifelt war. Ja,

00:27:08: ich habe mich geärgert. Also erstens habe ich mich kurz über die Sätze geärgert und erstens

00:27:12: habe ich mich dann noch darüber geärgert, weil ich mich dann immer wieder, weil ich dann

00:27:15: immer wieder auch an mir arbeiten muss, mich zurückzuhalten, dort nicht loszupoltern war.

00:27:18: Das ist eigentlich gar nicht mein Anspruch an mich selber und an der Anspruch an die Führung

00:27:23: habe, die ich gerne leben wollen würde, weil wir wollen ja gerne partizipativ führen.

00:27:29: Also auf Augenhöhe und immer miteinander und nicht von oben herab. Und ich muss mich da

00:27:33: mal so zusammenzureißen, die da wirklich nicht zu sagen, jetzt reicht es aber, jetzt machen

00:27:37: wir das so und so. Das ist ja nicht richtig, damit würde ich ja mit dieser einen Aktion,

00:27:40: würde ich mit dem Arsch alles einreißen, was wir uns über Jahre hinweg aufgebaut haben.

00:27:43: Und da ärger ich mich dann über mich selbst, dass ich mich dann da, dass ich mich immer

00:27:47: wieder im Griff haben muss und das fällt mir auch verdammt schwer. Und wir hatten eine

00:27:51: echt geile Runde gestern, die Diskussion, die wir dort geführt haben, die war so befruchtend,

00:27:55: die war so bereichernd. Wir hatten so viel, so viel Energie und Elan und dann kommen fünf

00:28:00: solche Aussagen und sag schon bist du raus. Und ich müsste euch das mal vorstellen, du hast

00:28:04: einen ganzen Tag gearbeitet, gemacht und fünf solche Aussagen reißen dich dann einfach

00:28:09: runter.

00:28:10: Ja, es erinnert mich immer wieder an dieses auch "Das Reist das Ruderum", dieses Buch,

00:28:15: der ist auch immer wieder am Verzweifeln. Der arbeitet ja auch zu dem Thema Eigenverantwortung,

00:28:22: dass die Leute anfangen, selber in die Verantwortung zu kommen und hat dann aber immer wieder diese

00:28:27: Momente oder vor allem Erlebnisse, die ihnen dazu bewegen, dann zu sagen, ich mache jetzt

00:28:32: wieder Ansagen. Das funktioniert ja alles nicht, das geht einfach nicht. Ich mache jetzt wieder

00:28:36: Ansagen und muss sich dann wieder selber disziplinieren zu sagen, nein, nein, nein, nein, nein, ich

00:28:42: wollte das doch anders machen. Ich muss dran bleiben und Matthias, das ist das, was wir

00:28:46: beide auch machen müssen. Wir müssen einfach dran bleiben.

00:28:49: Machen wir auch und ich fühlte zu selber, du gerade gesagt hast, ich fühlte zu sehr,

00:28:52: wie er sich in der Situation gefühlt hat. Und gestern wirklich hat mich richtig zusammengerissen.

00:28:57: Ich habe ganz kurz meinen Unmut zum Ausdruck gebracht, aber ich habe mich wirklich zusammengerissen,

00:29:03: da nicht wirklich zu platzensäxplotieren und dort Ansagen zu machen. Es fällt mir unheimlich

00:29:07: schwer. Es fällt mir unheimlich schwer und wir beide haben danach auch gesprochen und

00:29:11: haben überlegt, boah, es ist hier was passiert. Wie machen wir jetzt eigentlich weiter? Was

00:29:17: geht jetzt noch? Und auch wir uns fällt es verdammt schwer und ja, man sagt ja immer,

00:29:22: Geschäftsführer müssen immer einen Plan haben, Geschäftsführer müssen immer ein guten Beispiel

00:29:24: vorangehen. Aber Leute, manchmal sind wir auch mal mit unserem Latein am Ende. Da brauchen

00:29:30: wir auch mal zwei, drei Tage um durchzuschnaufen, um mal in den Austausch zu gehen und dann

00:29:34: kommen auch wieder gute Ideen. Aber auch wir dürfen mal irgendwann sagen, boah, jetzt sind

00:29:40: wir mit unserem Latein aber wirklich auch mal am Ende.

00:29:42: Ja, auch wir sind Menschen. Wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen und wir fühlen

00:29:48: auch und wir sind ja auch mit Leidenschaft dabei und wir haben ja beide auch Werte, die wir

00:29:53: vertreten und wir möchten einfach, dass das wirklich unsere Mitarbeiter gestalter werden

00:29:58: und dass sie wirklich den Raum und die Möglichkeiten nutzen, die wir ihnen bieten. Es gibt nichts

00:30:03: Schöneres und es gibt nichts Besseres, als wirklich einfach eigenständig sein zu dürfen,

00:30:08: einen eigenständigen Willen zu haben und nicht von oben herab diktiert zu bekommen,

00:30:12: was du zu tun hast.

00:30:13: Und diesen komischen Typen namens Verantwortung in den Arm zu nehmen und sagen, hey, geil,

00:30:18: da bist du, ich nehme dich in den Arm und wir kuscheln jetzt einfach mal und mal bildlich

00:30:21: darzustellen, weil ich einfach Bock auf dich habe und lass uns jetzt einfach mal loslaufen,

00:30:26: Mr. Verantwortung. Komm, wir gucken jetzt einfach mal. Wir gucken mal, was passiert. Wir übernehmen

00:30:31: jetzt Verantwortung und gehen voran und weißt du, was dann passiert, wenn man Verantwortung

00:30:35: übernimmt? Man bringt Prozesse ins Rollen, man bringt Prozesse nach vorne und man erlebt

00:30:40: keinen Stöchstand mehr, egal wie, in welcher Art und Weise.

00:30:44: Ja, und dann brauchst du auch nicht mehr den Satz, ich bin gespannt, was passiert oder ich

00:30:48: bin gespannt, was wird, weil du Mr. Verantwortung in den Arm genommen hast und ihr beide losgelaufen

00:30:53: seid und der nicht irgendwo an der Ecke steht und wartet und sagt, man, wann holt er mich

00:30:58: denn endlich ab, sondern er ist abgeholt, er ist an die Hand genommen und sie laufen

00:31:01: los gemeinsam. Und da darf man sich auch Unterstützung holen auf dem Weg. Auf dem Wege dürfen sich

00:31:07: Verantwortung und Mensch dürfen sich gerne auch Unterstützung holen, das ist vollkommen

00:31:11: in Ordnung, aber bitte, lauft los.

00:31:14: Und du und Mr. Verantwortung, ihr gestaltet die Zukunft. Ihr seid diejenigen, die dafür

00:31:19: Sorge tragen, dass sich was ändert. Nur wenn du Verantwortung wahrnimmst, Verantwortung

00:31:24: für dich, für deinen Bereich, wenn du diesen Mut ergreifst, da einfach Lust zu laufen,

00:31:28: den an die Hand zu nehmen und einfach was ausprobierst, seid ihr die Gestalter, weil

00:31:32: dann habt ihr auch gar keine Chance mehr abzuwarten, weil ihr seid voll deiner Prozess.

00:31:35: Und es ist auch okay, dass man auch Angst hat davor, weil ich erinnere mich daran, als

00:31:41: wir vor vier Jahren die Geschäftsführung übernommen haben, kam der Kunde auf uns

00:31:45: zu und sagte, also, hier gibt es eine Investition, die im Raum steht, eine Maschine, die sie

00:31:50: anschaffen sollten, schon vor Jahren. Jetzt ist es soweit, schaffen sie die Maschine

00:31:55: nicht an, bekommen sie die Teile auch nicht. Und das war, das war eine sehr, sehr, sehr

00:32:00: hohe Investition. Und wir haben uns beide angeguckt und haben gesagt, okay, wir kommen aus einer

00:32:06: Sanierung heraus, können wir uns das leisten? Ist da sichergestellt, dass wir wirklich dann

00:32:11: die Teile bekommen? Wir haben gesagt, verdammt nochmal, wir haben die Verantwortung für dieses

00:32:15: Unternehmen, wir haben die Verantwortung, dass dieses Unternehmen zukünftig gesund

00:32:19: aufgestellt ist. Wir nehmen die Verantwortung an mit all ihren Konsequenzen und laufen

00:32:24: los und treffen diese Entscheidung. Genau. Und das haben wir auch gemacht.

00:32:28: Das haben wir gemacht, wir haben sie mit Zahlen, Daten, Fakten unterhüttert, haben vorher

00:32:32: hinterfragt, sind einfach losgelaufen, haben die Verantwortung genommen, haben gecheckt,

00:32:35: was geht, was geht nicht, was brauchen wir, was brauchen wir vom Kunden und haben dann,

00:32:39: nachdem wir das alles, nachdem wir losgelaufen sind, nachdem wir gecheckt haben, haben wir

00:32:42: die Verantwortung genommen und haben gesagt, Jo, wir bestellen die Maschine, weil das ist

00:32:46: die Zukunft der Firma. Und siehe da heute, die Maschine läuft, die Stippzeilen stecken.

00:32:51: War die beste Entscheidung, die wir machen konnten.

00:32:53: Der Kunde ist glücklich, der Kunde ist happy, wir sind happy.

00:32:56: Genau. Und das Thema Verantwortung wird uns in diesem Jahr stark begleiten. Wir werden

00:33:02: euch berichten, wenn wir diesen Verantwortung gefunden haben und wie es mit ihm weiter geht.

00:33:07: Aber das wird ein riesen Thema sein. Wir werden aber weiter dran bleiben. Wir werden hartnäckig

00:33:12: bleiben, bis der Kollege in den Arm genommen wird, also der Kollege Verantwortung. Und in

00:33:18: diesem Sinne würde ich sagen, wir haben unsere aktuellen Gemütszustand aktuellen Gedanken

00:33:24: mit euch geteilt. Ich hoffe, es hat euch gefallen und bleibt dran. Es wird spannend bei Rex Rot.

00:33:30: Bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.

00:33:32: Ciao.

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