Folge 35: Ein Jahr zwei Firmen - Was das Doppelmandat mit uns gemacht hat.

Shownotes

Vor einem Jahr haben wir eine Entscheidung getroffen, die wir wochenlang geheim gehalten haben: zusätzlich zu Rexroth die Geschäftsführung in einem zweiten Betrieb. In dieser Folge ziehen wir ehrlich Bilanz – über das, was wir unterschätzt haben, über das, was die Doppelbelastung mit uns als Tandem gemacht hat, und über die Frage, die wir uns zum ersten Mal live gegenseitig beantworten: Würden wir es wieder tun?

In dieser Folge sprechen wir über

  • Warum wir die Übernahme des zweiten Betriebs wochenlang für uns behalten haben
  • Warum zwei Firmen nicht das Anderthalbfache, sondern eher das Zweieinhalbfache an Arbeit sind
  • Was die Doppelbelastung mit uns als Führungstandem gemacht hat – im Guten wie im Schwierigen
  • Was wir uns für die Selbstführung abgewöhnt und was wir uns angewöhnt haben
  • Unsere ehrliche, getrennt gegebene Antwort: Würden wir es wieder tun?

Zitat aus der Folge

„Wenn beide am Limit sind, ist niemand mehr da, der den anderen auffängt.“

Über den Podcast „Die Blechvirtuosen“ ist der Podcast für gelebte Tandem-Geschäftsführung im produzierenden Mittelstand. Neda Seyedi und Matthias Wiese führen gemeinsam die Alfred Rexroth GmbH & Co. KG in Berlin – einen Betrieb für Blechbearbeitung, Schweißen, Lasern und Baugruppenmontage – und seit 2025 zusätzlich einen weiteren Industriebetrieb als Interims-Geschäftsführung. Jede Woche teilen sie echte Erfahrungen aus der Führungspraxis: nahbar, ehrlich, ohne Business-Floskeln.

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Podcastfolge der Blechwirte-Osen.

00:00:03: Mein Name ist Neda... Und

00:00:04: mein Name ist Matthias!

00:00:05: Hallo Matze!

00:00:06: Hallo, Neda!

00:00:07: Na?

00:00:08: Na?

00:00:09: Warme Berlin!

00:00:10: Boah unglaublich selbst auf diesen frühen Morgen eigentlich schon über zwanzig Grad.

00:00:14: Ja es wird noch wärmer Es wird noch heißer die Woche.

00:00:17: Ich glaube wir erwarten bis zu neun dreißig

00:00:19: Grad und dann hat gestern Abend schön geguckt auf den Samstag gefühlt wie viertelzig Grad.

00:00:22: Also Samstag wird echt ein Tag und Sonntag hoch.

00:00:24: Boah das wird richtig heftig.

00:00:26: Ich weiß ja nicht wie's bei dir ist aber bei mir wird's in der Wohnung immer richtig heiß.

00:00:29: zu den Temperaturen?

00:00:31: Bei mir auch, aber ich habe einen Vorteil.

00:00:33: Also ihr könntet zur Not im Keller schlafen und da ist es noch relativ kühl.

00:00:36: Da haben wir gerade so um die ... ... einundzwanzig zwanzig Grad.

00:00:38: Das ist aushaltbar!

00:00:39: Okay das ist natürlich mega gut.

00:00:41: Ja heiß her geht es bei uns natürlich auch bei unseren Themen, die wir mal wieder mitgebracht haben oder das Thema was wir mitgebracht haben.

00:00:50: Und zwar ist uns aufgefallen, dass wir ja nächste Woche gemeinsam seit einem Jahr in zwei Betrieben tätig sind.

00:00:58: Unterwegs sind und wir haben das als Anlass genommen um mal gemeinsam zu reflektieren wie es eigentlich... Wie ist es uns in diesem Jahr ergangen eine Zwei-Betriebe zu führen?

00:01:10: Da gibt's ja spannende Erkenntnisse als wir uns kurz irgendwie mal ausgetauscht haben.

00:01:15: Wir müssen mal darüber sprechen, weil das eigentlich echt mal ganz interessant ist, da mal Rückblickend drauf zu schauen.

00:01:22: Genau für die Zuhörerinnen, die vielleicht uns nicht von Anfang an mit verfolgen... Also wir sind недorn Matthias und seit einem Jahr führen wir zwei Betriebe und sie sind aber nicht am Standort.

00:01:37: Das heißt, wir wechseln zwischen zwei Städten und da werden wir auch nochmal was dazu sagen.

00:01:44: Und genau, wir begleiten gerade in dem einem Unternehmen aktuell einen Transformationsprozess.

00:01:50: Genau und das sind wir auch als Intrems-Geschäftsführer.

00:01:52: vielleicht sollte man noch dazu sagen dass unser Hauptbetrieb der Berliner Betrieb ist wo wir uns jetzt auch gerade befinden bei Rexord und der zweite Betrieb den wir betreuen seit einem Jahr machen wir intremsmäßig.

00:02:01: dann da haben wir nämlich die Aufgabe den ich dauerhaft zu führen sondern eigentlich auch ein Nachfolgeprozess zurückgleichen.

00:02:07: Ja Matthias, dann lass uns einmal zurückspulen in der Zeit wo sage ich mal alles noch aufregend frisch als aufregen.

00:02:15: Das ist immer noch aber ja wo quasi auch die Erkenntnis in unseren Köpfen angekommen ist dass wir uns ja in den nächsten Monaten in zwei Betrieben aufhalten werden und das war eine lange Zeit Ich glaube auch über Wochen, wo wir ja noch gar nicht darüber sprechen durften.

00:02:37: Also wer das wirklich noch für uns behalten mussten... Und ich weiß ganz genau in der Phase, in dieser intensiven Phase wo wir wirklich auch noch mit niemanden darüber sprechen konnten.

00:02:47: Haben wir uns ja auch Gedanken gemacht oh Gott wie kommunizieren wir das Ganze und können wir das überhaupt stemmen?

00:02:54: Wie wird unser Betrieb bei Rexrot reagieren?

00:02:58: Können wir das meistern?

00:03:00: und da haben wir uns extrem lange Gedanken darüber gemacht wie wir das ganze angehen.

00:03:05: Genau also Wir haben wirklich, du hast dir gerade schon gesagt, vielleicht nur ein, zwei Wiederholungen.

00:03:10: tut mir leid.

00:03:10: Aber wir haben lange überlegt und lange nachgedacht.

00:03:14: erstens können wir das, zweitens wen brauchen wir dafür?

00:03:16: Und vor allem was braucht es auch dafür?

00:03:18: also ganz klar brauche den Transparenz, brauchte zweite Führungsebene oder eine andere Zweite Führungs-Ebene.

00:03:25: wie schaffen wir das?

00:03:26: Braut noch mal Workshops gegebenenfalls.

00:03:27: dass man die Leute nochmal die Selbstverantwortung oder denen nochmal sagt was wir eigentlich unter Selbstverordnung verstehen und wie wir dann auch uns gerne wünschen würden wie die Firma geführt wird, ist vielleicht das richtige Wort.

00:03:38: Wie sie uns dabei unterstützen können?

00:03:40: Dass wir quasi strategisch für unsere operativ in die Themen reingehen und dann dort uns da an der Stelle unterstützen.

00:03:45: Genau!

00:03:46: Die größte Sorge war ja auch... Sehen Sie sich dann auch in der Lage zu sagen, so ey okay macht das.

00:03:54: Wir machen das hier und wir unterstützen euch

00:03:56: dabei.".

00:03:57: Und das war ja alles noch so unklar gewesen wie auch die Reaktionen waren.

00:04:01: Ich glaube davon hatten wir den größten Respekt dass wir den Betrieb das Ganze annehmen

00:04:06: würden.

00:04:06: Da waren wir unterschiedliche Ansichten.

00:04:08: also da war ich nicht nur so dass wir davor Respekt hatten sondern wir hatten eine unterschiedliche Aussicht.

00:04:12: Einer von uns beiden hat gesagt Ja, die kriegen es schon hin!

00:04:15: Wir sind auf einem guten Weg.

00:04:15: der andere sagt Ich weiß nicht, ich habe da so ein leichtes Bauch krummeln.

00:04:20: Ob die das wirklich hinbekommen.

00:04:22: und am Ende des Tages haben wir uns wofür entschieden?

00:04:24: Was haben wir denn gemacht?

00:04:26: Naja, es gab ja zwei Schritte, die wir gemacht haben.

00:04:29: Das erste war, wir haben beide entschieden.

00:04:31: Wir brauchen hier ein Management-Team dass wenn wir sage ich mal drüben sind es Menschen gibt die sag' ich mal den Hut aufhaben die auch vor allem das ganze operative Geschäft im Überblick haben.

00:04:41: und da haben wir ja geguckt so aus verschiedenen Disziplin Leute zusammenzuführen.

00:04:47: also wir hatten den Vertrieb, wir hatten die Produktionsplanung Personal kaufmännische Leitung technische Leitungen Die wir quasi zusammengeführt haben und der erste Schritt war ja zu sagen Äh, Entschuldigung.

00:05:00: Wir haben damals was vor.

00:05:03: Werd ihr bereit uns in der Zeit den Rücken frei zu halten?

00:05:06: Genau die fünf haben wir relativ zügig eingeweiht und informiert und ihn erst mal gefragt ob sie sich überhaupt zutrauen bevor man mit dieser Information auch in die große Belegschaft geht

00:05:15: Genau.

00:05:15: Und ich war total gerührt und auch extrem positiv überrascht, dass da so eine positive Resonanz gekommen ist – und das Sie gesagt haben so, ja klar!

00:05:27: Wenn ihr das macht, stehen wir hinter euch.

00:05:31: So ein Satz, der eigentlich durchgehend getragen hat war ja für uns ändert sich ja eigentlich gar nichts.

00:05:38: Wir machen weiter genauso unseren Job wie wir bisher gemacht haben in brenzlichen Situationen und kommen dann alle zusammen, tauschen uns aus.

00:05:44: aber hey, Neda Matthias, für uns verändert sich doch eigentlich gar nix!

00:05:47: Ja, war die erste Sichtweise.

00:05:50: Und das war eigentlich so ein bisschen das schönste Kompliment für mich auch weil ich meine wir haben ja mit der Selbstverantwortung schon fünf Jahren angefangen und dass sich gerade das dort auch etabliert hat.

00:06:02: Und dann ging es den zweiten Schritt.

00:06:03: Der zweite Schritt war, dass wir unsere Abteilungsleiter abholen wollten und mussten weil natürlich das eine ist das Fünferkremium aber auf der anderen Seite sind jetzt auch unsere Abteilungsleitern die ja die einzelnen Teams führen und dementsprechend wie auch deren Unterstützung natürlich gebraucht haben.

00:06:23: Und wie viele Hörer vielleicht in anderen Podcasts von uns gehört haben, wir machen ja so eine sogenannte Monatsrunde.

00:06:30: Das heißt wo wir mit allen Abteilungsleitern uns außerhalb des Betriebes einmal im Monat treffen.

00:06:36: und da weiß ich noch ganz genau, der sagte einen Abteilungshelter äh es gibt gar keine Agenda.

00:06:41: um was geht's denn jetzt heute eigentlich?

00:06:44: Und dann haben wir schon gesagt ja wir konnten das vorher noch nicht kommunizieren wartet einmal ab und dann gehen wir darüber in den Austausch.

00:06:52: Und dann haben wir quasi ... Ah, dann weiß ich noch.

00:06:54: Dann gab es zwei Varianten.

00:06:56: Du sagst das du bist ja so der Typ kurz und schmerzlos einfach auf den Punkt bringen... ...und dann gab es die Variante, die Neda-Version ein bisschen ausholen, ein bisschen Storytelling.

00:07:06: wie sind wir da überhaupt hingekommen?

00:07:08: Ja, ich glaube es war eine gute Mischung aus beiden.

00:07:11: oder haben wir uns erfunden?

00:07:12: Ich glaube wir haben uns meine

00:07:13: Version

00:07:13: entschieden!

00:07:15: Ja mit Weiß hat gar nicht mehr.

00:07:16: Das ist wirklich schon so lange her.

00:07:19: Ich bin gerade da total drin, ich weiß noch ganz genau wie wir da vorne standen und wie uns beide angeguckt haben.

00:07:25: Du wolltest die kurze, ich wollte die lange Version?

00:07:27: Ich

00:07:28: glaube, du hast so wie jetzt auch hier einfach die Initiativa ergriffen, redest einfach los, mach's, steht dahinter und denkt immer sehr okay... Lass sie reden, jetzt hast du zwanzig Minuten Sendepause.

00:07:36: Vielleicht sogar dreißig Minuten sende Pause.

00:07:37: Kann sich hinsetzen, kannst einen Kaffee trinken.

00:07:39: Alles entspannt, alles easy.

00:07:40: Irgendwann steigst du mit ein, bringst das Ganze nochmal ganz kurz knackig zum Punkt.

00:07:43: Wie man es macht, man macht

00:07:44: das falsch?

00:07:45: Auf

00:07:45: jeden Fall!

00:07:46: Da werden wir ja auch noch mal nachher drauf zurückkommen.

00:07:48: was hat das eigentlich mit uns als Tandem gemacht?

00:07:51: aber da sind wir gerade noch nicht, aber dann kommen wir gleich noch einmal dazu.

00:07:54: Aber das war so'n kleiner Vorgeschmack.

00:07:55: Ja, der Workshop war schon sehr zielführend.

00:07:58: Wir sind wirklich in den Austausch gegangen und haben dann Fragen gestellt wie Was braucht ihr damit das gelingen kann.

00:08:05: Wie können wir euch noch unterstützen und traut ihr euch dazu?

00:08:08: Wir haben wirklich die Fragen gestellt, wir haben nicht gesagt, ihr müsst jetzt machen, sondern wir haben gefragt was braucht ihr dafür dass es erfolgreich werden kann?

00:08:13: und da sind richtig coole Workshop Ergebnisse dabei rausgekommen.

00:08:16: Haben auch lange intensiv darüber gearbeitet.

00:08:18: am Ende des Tages haben wir von allen Abteilungsleitern der Commitment bekommen.

00:08:23: Wir stärken euch den Rücken, wir halten euch den rücken vor.

00:08:26: Wie findest du es gut was ihr macht?

00:08:27: Let's go!

00:08:28: Klar waren noch ein paar kritische Stimmen bei muss man ehrlich aber sagen nicht alle waren zu hundert Prozent überzeugt.

00:08:32: etwa ein Fragezeichen nah kommen jetzt so kurz.

00:08:36: wie funktioniert dann mit der Führung?

00:08:38: wer führt mit uns gespielt etc.

00:08:40: und ist ja nicht so gewesen dass wir keine sage ich mal Herausforderungen bei Rexrot hatten.

00:08:43: das war ja nicht alles gut war sondern wir sind einen Wirtschaftsbetrieb.

00:08:48: natürlich die Herausforderungen waren da So, und da waren halt die Sorgen in der Hinsicht auch.

00:08:52: Ob berechtigt?

00:08:53: Und ich fand es so schön, dass sie die besorgen und die Ängste auch angesprochen haben, dass er sich nicht irgendwie gescheut hat zurückzuhalten und gesagt hat, ja grundsätzlich halten wir euch den Rücken frei aber wenn wir müssen aufpassen, dass die und diese Sachen einfach nicht schief gehen wie zum Beispiel wer unterstützt mit Personalgesprächen

00:09:08: etc.,

00:09:09: also da war schon mal spannend der Prozess Aber war sehr emotional.

00:09:12: zum Schluss.

00:09:13: Ich glaube, ein oder zwei Tränchen sind geflossen.

00:09:15: Ja... Ja, ich weiß, dass mir die Tränen gekullert sind.

00:09:19: Die Stimme

00:09:20: versagt

00:09:21: ist

00:09:21: ... Hä?

00:09:21: Dass die Stimme weggeblieben ist bei uns beiden also nicht nur bei dir.

00:09:25: Weil das war einfach so ein wahnsinnig rührender Moment gewesen wenn du sag ich mal schon selber dich so verrückt machst und so das Gefühl hast du ey... Ich lass jetzt mein Kind irgendwie alleine so ein bisschen sinken.

00:09:37: Ein bisschen überspitzt aber so ne?

00:09:39: Das ist ja schon unser Baby auch rexrot Und unterstütze jetzt sage ich mal mit einem anderen Betrieb.

00:09:47: Also für mich war einfach wichtig dieses Gefühl von, hey wir verlassen euch nicht und wir wollen euch gar nicht alleine lassen.

00:09:54: Und wenn du mit so gemischten Gefühlen reingehst und bei so einem Ergebnis rauskommst dann macht das schon was mit einem.

00:09:59: Definitiv ja!

00:10:00: Ja also wir hatten das Go, wir haben das Go von unserem Fünfer-Kremium Wir hatten das GO von unseren Abteilungsleitern und am sechsten Juli ging es dann los.

00:10:14: Wir sind die Herausforderungen angegangen und ich glaube, wir haben das ein bisschen unterschätzt.

00:10:22: Ein bisschen ist noch nett ausgedrückt.

00:10:24: also ich glaube wir haben es massiv unterschädzt.

00:10:28: Also wir sind viel mit den Gedanken reingegangen naja wir haben einen Transformationsprozess in Berlin durchgeführt, haben dem begleitet, haben im ersten Jahr sehr eng damals mit unserem Interims-Geschäft dazu gearbeitet, da haben wir an anderen Podcastfolgen schon gesagt und haben gesagt ok klingen wir hin!

00:10:42: Schaffen wir auch locker anderthalbfache Arbeit.

00:10:44: Berlin läuft davon alle, den müssen wir nicht viel machen.

00:10:46: Können wir uns ein bisschen mehr auf den anderen Betrieb konzentrieren?

00:10:49: Oder sieht es so falsch?

00:10:52: Naja also für dich war das glaube ich so.

00:10:54: Ich hatte immer wenn ich dann bei dem anderem Betrieb war, hatte ich halt immer das Gefühl gehabt ist in Berlin jetzt alles in Ordnung.

00:11:01: Also ich war schon immer noch mit dem Herzen, wo ich dachte okay ist alles gut und wie sind die jetzt nicht da?

00:11:06: oder war schon dieses Gefühl?

00:11:09: Aber trotzdem sind wir mit dem Gedanken oder mit dem Gefühl reingegangen.

00:11:11: Wir schaffen das!

00:11:12: Genau,

00:11:13: also

00:11:13: das auf jeden Fall.

00:11:14: Kennen wir schon wird nicht neue zu Berlin?

00:11:17: Genau und ich würde auch sagen es gab ja Parallelen.

00:11:20: ne Also es gab Parallelen.

00:11:22: Genau, es gab parallelen und es gab aber auch die Themen, die wir sage ich mal unterschätzt haben, die auch da waren.

00:11:28: Und vielleicht sollten wir da noch mal tiefer eingehen zu sagen okay was war denn eigentlich?

00:11:33: Was irgendwie eine Gemeinsamkeit hatte und was war eigentlich so unterschiedlich, was wir an der Stelle unterschätzen haben?

00:11:39: Ich glaube eine große Gemeinschaft und dann kannst du ja auch nochmal gegenhalten wenn du magst eine große gemeinschaft war dass wir Prozesse vorgefunden haben die nicht effektiv gelaufen sind die man anders umstrukturieren kann und dass wir Mitarbeiter oder Menschen gefunden haben, die dort im Unternehmen waren.

00:11:53: Die seit Jahren schon gesagt haben, wir haben da Verbesserung und einfach sich entweder nicht getraut haben laut auszusprechen oder wurden nicht gehört.

00:12:03: wie auch immer.

00:12:03: also das hatten wir in Berlin auch.

00:12:05: Dass da einfach Menschen waren, die ganz gerne an den Prozessen arbeiten wollen würden und sich Gedanken gemacht haben Wie kann man die effektiver gestalten?

00:12:11: Und jetzt sind Parallelen, die haben wir in berlin auch gehabt, dass du wirklich Menschen gehabt hast.

00:12:17: Prozesse und dem Betrieb so effektiv zu gestalten, dass die Arbeit für viele einfacher war.

00:12:21: Und ich glaube das sind die größten Parallelen die man gefunden hat.

00:12:24: Zweite Parallelität die da war wir haben viele zwischenmenschliche Probleme aber auch genau da fängt der Split an.

00:12:29: noch genau da haben wir unterschiedlich sind auf unterschiedliche Welten getroffen bei Glauber oder bei Heysi Glauber.

00:12:35: Wir haben unterschiedliche Welten vorgefunden.

00:12:37: Wir haben in dem anderen Betrieb eine ganz andere Kultur gehabt, schon von vornherein als die, die wir in Berlin gehabt haben.

00:12:43: Berlin hierherrschisch geführt, von oben herab, Top-Down-Führung.

00:12:47: Da hießet, die Hierarchie wegbringen.

00:12:49: dort vor Ort sind aber ganz andere Krüsten gefunden.

00:12:53: Ich glaube, da kannst du ein bisschen mehr dazu erzählen.

00:12:55: Du bist ein bisschen intensiver in der Betreuung einiger Themen.

00:12:58: Na ob man das jetzt Kusten nennt?

00:13:00: Ich meine ich...ich glaube der Begriff diese zwischenmenschlichen Themen die einfach da waren bezieh' ich einfach auf die unterschiedlichen Kulturen.

00:13:08: Ich meine jede Betrieb hat auch seine eigene Kultur.

00:13:12: Ich glaube es fängt schon an dass unterschiedliche Bundesländer sind.

00:13:14: Ja und

00:13:14: auch unterschiedlich Gerößen muss er das so sagen.

00:13:16: wir sind hier weit über hundert und dort unten sind wir ja unter unter fünfzig Leute also ein wesentlich kleinerer Betrieb

00:13:24: Genau.

00:13:24: Und allein das bringt schon einfach eine andere Kultur, eine andere Intensivität.

00:13:31: Mitten dann

00:13:32: auch?

00:13:34: Ja und ich glaube, jede Kultur braucht seine unterschiedliche Aufmerksamkeit.

00:13:40: Und man kann Kulturen nicht einfach so zusammenführen und sagen... Also man kann sich zusammenfühlen aber man kann sie nicht sagen überlappen dass das genauso wie es in Berlin gelaufen ist.

00:13:51: So läuft es bei dem anderen Betrieb und da sind genau dieselben Kulturens.

00:13:56: Genau wir sind mit der Blaupause losgelaufen haben gedacht die Blaupose können wir von Berlin auf den anderen Betrieb überstöpen und dann läuft jetzt schon Pustekuchen.

00:14:03: Genau, das ist das was wir unterschätzt haben und dementsprechend auch uns nachjustieren mussten.

00:14:10: Und je intensiver natürlich du auch in dem Betrieb bist und je mehr Monate einfach auch vergehen, verändern sich auch Ansichten.

00:14:18: also fängt schon damit an dass Sachen von denen Am Anfang überzeugt war es sich im Laufe der Monate einfach auch nochmal verändern und neue Blickwinkel mit reinkommen.

00:14:29: Und das bedeutete für uns immer wieder nachzujustieren, also ist halt immer mehr aufgeploppt in einer ganz ganz anders Intensiv-Auch.

00:14:41: Und die Themen haben ziemlich überhang gefunden, also der Berliner Betrieb ist dann wirklich ein bisschen ins Hintertreffen geraten und wir haben uns dann wirklich auf den anderen Betrieb fokussiert.

00:14:50: Wir haben auch relativ zügig festgestellt, wir waren ja anfänglich, waren wir Sonntagabend angereist, war einen Montagdienst nach Mittwoch in einer anderen Firma.

00:14:57: bis Mittags oder bis Nachmittag sind dann wir nach Berlin und haben da Donnerstag Freitag am Berlin abgerissen.

00:15:02: Da haben wir ganz schnell gemerkt oh fuck das klappt überhaupt nicht, geht überhaupt nicht.

00:15:06: Dann haben wir ja ganz schnell gesagt okay wir müssen wochenweise hinweiten...

00:15:09: Was haben wir nicht gesagt?

00:15:11: Stimmt, danke für die Korrektur.

00:15:13: Wir haben unsere Mitarbeiter eingefordert, weil sie gemerkt haben, dass uns dieses Switch so unglaublich schwerfällt und wir Mittwoch zwar nach Berlin zurückkommen aber donnerstags teilweise noch mit den Gedanken im anderen Betrieb waren.

00:15:23: Darauf wurden wir angesprochen und dann haben wir mit ihnen gemeinsam die Entscheidung getroffen diesen Switch zu machen das wir wochenweise da sind, dass wir ein Wochenende zwischendurch Pause haben um dann halt einfach von dem Thema abzuschließen runterzukommen zwei Tage ein bisschen raus aus diesem Ganzen um dann die Woche drauf durchzustalten.

00:15:38: Aber selbst dit hat nicht immer hundert Prozent funktioniert.

00:15:40: Ne, aber nochmal kurz zurück der.

00:15:43: als wir diese Aufgabe angetreten sind weiß ich noch haben wir einen Satz auch zu unserem Fünferkremium gesagt ihr seid unser Spiegel!

00:15:50: Wir werden in einen Flow reinkommen wo wir immer mal wieder eine Spiegelung von euch brauchen.

00:15:55: und Und da war es auch die eine Person aus unserem Fünfer-Kremium hier in Berlin, der gesagt hat, wisst ihr was?

00:16:03: Lass uns mal kurz darüber sprechen.

00:16:05: Ich glaube, es wäre für euch besser wenn ihr eine Woche dort seid, eine Woche hier.

00:16:09: dann seid ihr quasi eine Woche kopfmäßig dort und die andere dann kopfmäßig auch hier.

00:16:13: Das war wirklich gut dass er da so ein bisschen interveniert hat und gesagt hat hey ich glaube das wird euch dann dann auch gut tun.

00:16:20: Allein schon der Rhythmus hat dazu beigetragen dass sich da auch etwas, das sich das auch gebessert

00:16:27: hat.

00:16:27: Genau man war ein bisschen frei am Kopf weil man wirklich gesagt hat man kann eine Woche durchziehen.

00:16:30: und vor allem wir haben es ja zwischendurch gemerkt Wir waren ja dann Donnerstag-Freitag so als wir hier in Berlin übertrieben waren Wartig für niemanden also wirklich so zwischndurch erreicht Weil wir waren in einem Termin nach dem anderen immer wieder Hiergespräche, Hiergespreche, Hier gespräche Und bei DIN arbeiten wir Freitags nur bis um eins.

00:16:46: Also haben wir einen verkürzten Freitag.

00:16:49: Da hat man schon gemerkt, dass extrem viele Themen hinten runtergefallen sind.

00:16:53: Dass wir uns ja auch gar nicht mehr... Wir waren nicht mehr in der Fertigung und konnten da keine Zwischengespräche mehr führen

00:16:57: etc.,

00:16:57: etc.

00:16:58: Und das hat dann auch schon was mit einem gemacht also nicht nur bei uns aber auch mit dem Betrieb.

00:17:01: Der Betrieb hat dann irgendwann danach gelächzt Nee, da habt Matthias!

00:17:04: Bitte bitte Kommt wieder ein bisschen öfter, nehmt uns doch nochmal Wert wie wir schätzen das was ihr macht, wir unterstützen euch Aber wir brauchen euch auch.

00:17:12: Und da haben wir dann gemerkt dass es dann doch nicht nur eine halbfache Arbeit, sondern zwei zweieinhalb fache Arbeit ist Ja, dass wir auch durchaus mal an unsere Grenzen kommen können.

00:17:22: Genau und das möchte ich nochmal hervorheben, ne?

00:17:25: Wir sind reingegangen – von der Auftragsstellung kann man sagen hat es sich eher nach einer Eins-Kommer fünffachen Belastung angehört oder Verantwortung.

00:17:35: aber es war wirklich die doppelte Belastungen und das hat man glaube ich unterschätzt.

00:17:43: Das hat man unterschätzen ja vor allem auch Wie schnell ein bestimmter Themen aus dem einen Betrieb rausziehen können.

00:17:50: Wir hatten hier in Berlin einen Fall, da ist uns eine komplette Abteilung weggebrochen und wir saßen im anderen Betrieb.

00:18:01: Ihr könnt euch vorstellen was er bei uns gemacht hat wie panisch wir waren, wie ungrüch wir waren.

00:18:05: Wir waren faktisch, saßen wir in einem anderen Betrieb ... wollten eigentlich nur noch nach Berlin um einzugreifen, was machen wir?

00:18:11: Was machen wir?

00:18:12: und haben dann angefangen zu überlegen gehen wir wieder ins Mikro-Management oder gehen wir nicht.

00:18:15: Und diese Gefühl dieser Machtlosigkeit an der Stelle die hat uns schon massiv übermandt... ...und auch Vorausforderungen gestellt und auch in unserem Miteinander in unserem Tun hat uns das relativ hart gechallenged.

00:18:27: Ich glaube wir haben mit dem Berliner Betrieb telefoniert, haben immer wieder WhatsApp geschrieben gemacht und getan... Jetzt schlafen wir erst mal eine Nacht drüber, beruhigen uns.

00:18:40: Wir beide waren dann global spazieren und waren abends immer noch unruhig, haben aber eine Nacht darüber geschlafen... Und in der Zeit wo wir unruhm in dem anderen Betrieb waren hat sich unser Berliner Betrieb schon selber zusammengefunden.

00:18:50: Die haben dann selber Lösungen gearbeitet.

00:18:51: wie gehen wir einfach mit der Thematik um?

00:18:52: Wir haben gesagt Nina Matthias, keep cool!

00:18:54: Wir haben ja Ansätze, guckt euch die kurz an sagt ob das passt oder nicht.

00:18:58: Wir setzen die jetzt um.

00:18:59: Genau da komme ich nochmal.

00:19:00: also ... komme ich zu einer wichtigen Erkenntnis, so einen ganz, ganz wichtigen Punkt.

00:19:04: Wir haben ja relativ früh diesen Managementkreis etabliert und sowohl... In Berlin als auch in einem anderen Betrieb.

00:19:13: Also, auch im anderen Betrieb haben wir ein Management-Team welches uns von Anfang an damit begleitet.

00:19:18: und da muss man ja auch sagen wenn wir wiederum in Berlin sind ist genau das Management Team drüben diejenigen die quasi sich um das ganze operative kümmern und dort auch die Verantwortung übernehmen.

00:19:29: also wirklich einen ganz ganz ganz wichtiger Aspekt ist holt euch Leute um euch den ihr vertraut den ihr das zutraut dass in eurer Abwesenheit die Betriebe nicht genauso geführt werden, aber dass sie in der Zeit euch den Rücken frei halten und...

00:19:46: Und wo ist Menschen die Entscheidung treffen?

00:19:48: Genau.

00:19:48: Entscheidungen treffen!

00:19:52: Wo ihr dann auch, sag ich mal loslassen könnt in dem Moment.

00:19:55: Genau, denn ich glaube du besprichst einen wichtigen Punkt an.

00:19:57: Du brauchst Menschen, denen du vertrauen kannst.

00:19:59: die werden nie so fühlen wie du!

00:20:00: Die werden Entscheidungen anders treffen und die werden die Entscheidungen auch anders umsetzen.

00:20:03: aber sie entscheiden schon so dass die Firmkultur erhalten bleibt nur halt nach ihrer eigenen Empfindung und Sie sind ja auch andere Menschen als wir.

00:20:12: deswegen werden sie die Gesprächen nicht selber führen, deswegen werden sich die Themen nicht selbst gleich angehen.

00:20:15: Deswegen ist es doch so wichtig das du Leute hast die sich auch mal trauen die loslaufen Keine Angst haben auch mal Fehler zu machen, weil genauer da gefinkt wird nämlich an.

00:20:24: Und Fehler sind ja nicht schlimmer, das haben wir schon mehrfach gesagt.

00:20:25: Vieler müssen gemacht werden damit man lernt.

00:20:28: Genau und die zweite wichtige Erkenntnis ist dass so eine Situation auch Unternehmen reifen lässt, auch Unternehmen resilienter macht und sie insgesamt als Organisationen auch zum Wachsen oder zum Entfalten bringt.

00:20:44: und diese Herausforderungen, die wir sage ich mal angetreten sind hat Die Betriebe auch gestärkt, auch wenn man das im ersten Moment nicht sieht.

00:20:52: Aber es hat sie gestärckt

00:20:55: und uns muss man sagen.

00:20:56: Ja zu uns kommen wir ja gleich

00:20:58: noch.

00:21:00: Es macht die Unternehmen wesentlich wesentlich resilienter, wenn du Menschen hast, die dann halt doch wirklich dort diese Führungsverantwortung übernehmen wollen, die Bock drauf haben und wenn man sich einfach loslaufen lässt und nicht alles micromanagen ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt Nicht zum Mikromanagern sondern Vertrauen in die Mitarbeiter zu haben oder dein Management Team zu haben dass Sie es hin bekommen.

00:21:18: nochmal, sie werden es anders machen aber sie bekommen es hin.

00:21:21: Und hier in Berlin haben Sie uns also wirklich eindrucksvoll bewiesen dass die dazu richtig gut an der Lage sind weil der Betrieb läuft.

00:21:28: ja der Betrieb läuft richtig gut und wir haben wenig Sorgen bis auf diese eine also bis auf ein zwei kleinere Sachen.

00:21:33: ansonsten läuft's.

00:21:34: und vielleicht ganz kurz an der Stelle einen ganz großen Dankeschön.

00:21:38: Dankeschön sowohl in dem Betrieb bei Berlin als auch im anderen Betrieb, weil dort muss man sagen gehen sofort in die Themen rein.

00:21:45: Gehen sofort in Gespräche rein.

00:21:48: also das ist schon... Das ist wirklich gerade sehr stark und es macht einen schon ziemlich stolz.

00:21:53: Jetzt

00:21:55: wollen wir ja gleich noch darüber sprechen.

00:21:57: was hat das mit uns auch als Tandem gemacht?

00:22:00: Matthias was ist denn für dich jetzt nach einem Jahr Führung von zwei Betrieben so eine Erkenntnis die du für dich mitnimmst.

00:22:14: Was nimmst du für dich in der Doppelrolle mit?

00:22:19: In der Verantwortung.

00:22:20: Der Beinbetriebe.

00:22:22: Man muss fairerweise dazu sagen, wir haben nicht nur eine Doppellrolle bei den beiden Betriebenen sondern auch andere Herausforderungen.

00:22:29: Du bist Aufsichtsratsmitglied im Verein also bei der Gilles Treuhand mit der sehr engen Zusammenarbeitung.

00:22:35: Da bist du vor der Aufsichtsratmitglieder und ich bin nur Gast.

00:22:38: Da kann mich ein bisschen rausziehen im Vergleich zu dir.

00:22:40: Wir machen das mal zusammen, aber ich habe parallel noch das Studium, worüber ich ja schon ein paar Mal gesprochen habe und was natürlich auch ein bisschen an meinen Kräften zehrt, weil da muss man natürlich Leistungen abliefern oder muss Prüfung schreiben

00:22:52: etc.,

00:22:52: etc.

00:22:54: Und ich muss ehrlicherweise sagen wenn wir so etwas noch... also jetzt kommen wir schon in die Richtung.

00:22:59: Nein!

00:22:59: Noch nicht?

00:22:59: Genau, noch kommen wir nicht in diese Richtung.

00:23:01: Aber was nehme ich für mich mit, dass ich das am Anfang unterschätzt habe später anders mal.

00:23:06: Also dass ich es so in der Konstellation nicht nochmal machen würde, ehrlicherweise also nicht in dieser Mehrfachbelastung zwei Betriebe zu führen ja macht wahnsinnig viel Spaß und ich werde zukünftig nicht mehr so blauäugig rangehen in den zweiten Betrieb zu sagen Ich habe eine Blaupause aus dem ersten Betrieb Und kann die wirklich eins zu eins auf den zweiten betrieb packen weil das funktioniert nicht sondern an der Stelle ein bisschen offener bis hin also ein bisschen anders durchs Leben gehen wirklich zu gucken und neugieriger zu sein.

00:23:30: welche Kultur findet man da eigentlich?

00:23:34: Was ist in dieser anderen Kultur wirklich schon richtig gut?

00:23:36: Und welche, was kennt man sogar aus der Kultur für unsere... Also für den Berliner Betrieb adaptieren.

00:23:41: Also jetzt sind so Erkenntnisse die würde ich mitnehmen ja für die Zukunft.

00:23:44: Als sie würde da nicht mehr so blauäugig rangehen, dass sie nur weil ich eine Transformation geschafft habe ne zweite genau so wieder schaffen würde.

00:23:51: Ja Gut und wie sieht es auch bei dir Nieder?

00:23:55: Magst du noch etwas dazu sagen?

00:24:01: Was?

00:24:01: welche Erkenntnis nehme ich für mich mit?

00:24:04: also Ich merke in erster Linie, dass mir das unheimlich viel Freude gemacht hat.

00:24:10: Trotz der ganzen Herausforderungen die da waren und auch noch sind, erfreut es mich daran zu sehen wie sich Organisationen entwickeln können, wie sie sich entfalten können und welche Potenziale und welche Stärken ihnen steckt.

00:24:28: Und das ist nach wie vor etwas was mich begeistert, vor allem das auch zu beobachten.

00:24:35: Ich habe glaube ich meine Emotionalität ein bisschen unterschätzt.

00:24:41: Auch dieses zerrissene Herz, was auch da ist.

00:24:45: Auf der einen Seite bist du in Berlin und auf der anderen Seite wenn du in Berlin bist, bist du bei dem anderen Betrieb.

00:24:52: Und das Herz, das dich immer wieder teilen muss aber auch lernen musst zu vertrauen ... was heißt Kontrolle oder Kontrollverlust, dann zu verfallen.

00:25:04: Weil du jetzt beispielsweise in Berlin bist und merkst da drüben sind gerade Themen... ...und bist aber grade nicht vor Ort und kannst nicht eingreifen... ...du kannst graden nicht unterstützen.

00:25:14: Da aber das Vertrauen zu haben dass dort Menschen sind die das im Griff haben.

00:25:19: Und das ist glaube ich noch etwas woran ich auch zukünftig weiter daran arbeiten möchte und muss.

00:25:26: Aber ja!

00:25:30: Dieses Niederherz, was da immer wieder mitspielt.

00:25:34: Aber an sich... Also wenn man auch nochmal für uns persönlich draufschaut und dann gehen wir gleich noch mal rein, ich glaube, wir haben beide unheimlich viel gelernt.

00:25:45: In den beiden?

00:25:46: Ja!

00:25:47: Durch die Herausforderungen, durch die neuen Themen, die auf uns zugekommen sind?

00:25:51: Jeder für sich selber.

00:25:52: Aber auch im Umgang miteinander haben wir relativ viel gelernt.

00:25:57: Auch das war nicht immer einfach.

00:25:58: Auch da haben wir unsere Herausforderung gehabt und ich glaube darauf wolltest du hinaus.

00:26:01: Und mit Blick auf die Zeit müssen wir den Thema jetzt kurz noch anschneiden damit wir die Chance haben, ihn noch unterzubekommen.

00:26:09: Ja was hat er bei uns beiden also mit unserer Zusammenarbeit gemacht?

00:26:12: Nicht mehr mit uns Einzelnen sondern mit unser Zusammenarbeit.

00:26:14: Ich glaube eine wichtige Kenntnis, die haben wir schon vorher kurz diskutiert.

00:26:18: Die würde ich ganz gerne vorweg nehmen.

00:26:19: Ich hoffe du nimmst mir jetzt nicht übel ist dass wir also wirklich in den Hochphasen, den heißen Phasen wurde im Bein betrieben richtig herging wo hier Probleme hatten da Probleme hier ganz viele Personalgespräche, da ganz viele Heisen angespräche dort oft Leute eingegangen sind.

00:26:34: Wir haben den Blick für einander verloren.

00:26:35: Wir haben dem Blick für uns gegenseitig verloren oft sehr heftig gestritten, teilweise dass wir drei vier Tage nicht mehr miteinander gesprochen haben, ja so heftig war es.

00:26:45: Dass das wirklich auch einer von uns bei Ihnen überlegt hatte hinzuschmeißen weil es halt einfach zu viel war und das meine ich damit.

00:26:50: Wir haben den Blick voneinander verloren.

00:26:51: Wir haben nicht gecheckt oder gerafft, dass der andere vielleicht gerade in der Überlastung oder Überforderung ist, dass diejenige vielleicht mal eine Pause braucht Und das hat ganz massiv gemacht.

00:27:00: und das ist uns erst vor kurzem wieder bewusst geworden nachdem wir ein paar Tage nicht miteinander gesprochen Und ich wieder einmal den Vorteil hatte, im Studium zu sein und mich dort mit den Coaches auszutauschen.

00:27:10: Da auch mich wirklich mal extrem gut geöffnet habe und dann wirklich lange Gespräche geführt haben... ...und dann noch oft darauf hingewiesen worden bin, wo sind wir gerade?

00:27:19: Vielleicht sind wir in Überlastung.

00:27:21: Ich glaube nachdem wir das Kraft haben, haben wir jetzt einen anderen Blick füreinander.

00:27:24: Auch nochmal miteinander zu reden, aufeinander zu achten, zu gucken.

00:27:27: Und jetzt haben wir halt auch.

00:27:28: demnächst steht unsere Urlaubside an!

00:27:30: Wir haben für uns die Commitment getroffen.

00:27:33: Ich hoffe, ich sage es nicht falsch.

00:27:34: Dass wir uns im Urlaub so gut wie nicht kontaktieren werden, dass wir einfach denjenigen Urlaub machen lassen wären, das der den Kopf freikriecht abschalten kann und nichts mit der Firma zu tun hat.

00:27:41: Also wir haben mal zwei gute Management-Teams die dort alles hinbekommen, die dort für uns managen.

00:27:47: Und ja, wir werden den anderen in Ruhe lassen vielleicht einmal am Urlaub oder zweimal wenn's brennt kurz telefonieren ansonsten einfach ausspannen.

00:27:53: Meine wichtigste Erkenntnis ist, ich möchte mir die Zeit noch nehmen weil ich die einfach brauche, weil ich merke... an eine Überlastungsgrenze komme, dann kann ich nicht mehr gut performen und da kann ich auch dich nicht mehr unterstützen.

00:28:02: Auch die Betriebe nicht mehr unterstützt.

00:28:03: Und das ist nicht zielvoll.

00:28:04: Von daher ist es eine meiner Erkenntnisse.

00:28:06: Ich brauche meine Ruhe und werde mir sie auch nehmen im

00:28:08: Urlaub.".

00:28:09: Ja... Der Urlaub wird aber nicht vermeiden können dass wir nicht wieder in so ne Situation kommen.

00:28:18: also es wird natürlich ... Die Ruhepausen sind unglaublich wichtig!

00:28:22: Auch dass man dann keinen Kontakt mal hat Und dass man wieder Energie sammelt, das gilt genauso für unsere Mitarbeiter.

00:28:28: Dass wir sagen Ey, Urlaub ist Urlaub und ihr braucht die Zeit um auch eure Batterien wieder aufzuladen.

00:28:33: Das ist total wichtig egal in welcher Position du bist aber... Die Streitigkeiten, die wir hatten, waren schon sehr heftig gewesen.

00:28:42: Zum Schluss jetzt ja?

00:28:43: Ja und da haben uns unsere eigenen Coaching Skills überhaupt nicht geholfen sondern wir waren nur auf diesen Modus.

00:28:51: der andere ist schuld und der anderes unfair... Wir haben gar nicht den Blick irgendwie genommen um zu sagen was passiert gerade mit meinem Gegenüber?

00:28:59: Aber fairerweise schuld mich an der Stelle kurz eingengreiche!

00:29:02: Wir hatten noch nie mehr von außen, der uns darauf hinmeist Ratt mal einfach nicht.

00:29:06: Genau.

00:29:07: Also ...

00:29:08: Habe ich dir das vorgenommen?

00:29:09: Weggenommen, Entschuldigung.

00:29:11: Nee du hast mir das nicht von weggenomen.

00:29:12: aber klar wer soll uns das reflektieren in dem Moment?

00:29:17: Ich meine wenn wir Streiten haben holen wir nicht gerade mal irgendwie jemandem dazu.

00:29:20: Achtung!

00:29:20: Komm mal kurz und unterstützt uns grade mal bei dem Streit.

00:29:23: Aber auch

00:29:23: wir könnten der Proaktiv uns mit einem Coach oder eine Supervisorin nehmen.

00:29:27: wie auch immer.

00:29:28: Genau Das sollten wir auch tun.

00:29:31: Ach schöner Kenntnis für heute.

00:29:33: Nein, es geht mir einfach nur darum.

00:29:35: Also ich finde ja schön dass wir zu dieser Erkenntnis schon mal gekommen sind das wir den Blick füreinander verloren haben und dass wir nun noch darauf konzentriert waren.

00:29:43: Ich glaube bei dem Streit ging's dann gar nicht mehr wirklich um die sachliche Ebene sondern wir sind in so eine Emotionalität gefallen oder reingerutscht wo wir Und dann waren wir halt so sauer aufeinander und einfach nicht den Blick füreinander zu haben.

00:29:58: So, hey, vielleicht geht's mir im Gegenüber gerade einfach nicht gut.

00:30:02: Wir sind auch nicht mehr rausgekommen aus diesem Streit?

00:30:04: Ich meine ich habe ja auch in den anderen Podcasts darüber erzählt dass ich zum Beispiel auch Privatkarte Herausforderungen habe.

00:30:09: du hast sicherlich auch Private Herausforderungen und das spielt ja alle!

00:30:12: Wir sind ja auch nur Menschen und das spielt bei uns eben auch ein und ich möchte uns beide einfach nochmal dafür sensibilisieren, dass wir den Blick füreinander nicht verlieren.

00:30:22: Und da würde ich quasi zur Erkenntnis kommen zu sagen, es ist so zweigeteilt.

00:30:29: Auf der einen Seite hat es uns wahnsinnig gestärkt also so eine Herausforderung auch nochmal gemeinsam zu schaffen.

00:30:36: zusätzlich dass du auch noch dein Studium gemacht hast, zusätzlich das Ich meine Rolle im Aufsichtsrat hatte haben wir das doch ganz gut hinbekommen ohne jetzt selber auf die Schultern klopfen zu wollen.

00:30:47: aber Wir haben's in den meisten Fällen Wirklich richtig, richtig gut hinbekommen und in den Fällen wo wir es halt nicht geschafft haben.

00:30:55: Wo wir wirklich auch dem Blick für einander verloren haben da müssen.

00:30:58: das ist etwas woran wir arbeiten müssen in der Zukunft?

00:31:01: Und wo wir einfach sensibilisierter sein.

00:31:04: Genau also die wichtigste Erkenntnis die wir gerade aktuell für uns gefunden haben dass das daran arbeiten müssen dass man da auch ein bisschen mehr auf den anderen achten müssen.

00:31:10: Uns gegebenen Fall nicht nur gegebenenfalls sondern dass wir uns Unterstützung von außen holen müssen.

00:31:14: also vielleicht Super, wieso hat er uns beide begleitet plus jeder einzelne nochmal ein Coach.

00:31:19: Also diese ganzen Möglichkeiten die wir euch immer allen empfehlen dass wir sie selber auch mal für uns wieder ergreifen weil wir hatten ja auch jahrelang einen Coach oder zwei haben jetzt aber irgendwie das letzte Jahr überhaupt nicht mehr genutzt außer ich im Studium bei Kaldin.

00:31:33: Frothel hatte aber, da hast du schon einmal gemerkt hey du hast deine Coltschisst Du kannst dich da austauschen Ich habe hier niemanden Lass uns doch mal wieder.

00:31:39: Aber irgendwie haben wir auch nicht den ... den Elan gefunden oder den Antrieb gefunden, uns jetzt wirklich mal darum zu kümmern.

00:31:44: Aber vielleicht sollte man das einfach mal machen?

00:31:46: Also ihr seht selbst wir kriegen noch Erkenntnis in diesem Podcast und an der Stelle.

00:31:50: ja!

00:31:51: So, aufgrund der Zeit, ich glaube wir können noch länger darüber sprechen.

00:31:56: Aber wir wollen die Zeit auch nicht zu weit reißen.

00:31:58: Obwohl es ja Podcast gibt, die gehen auch drei, vier Stunden ne?

00:32:00: Aber das wollen wir den Zuhörer nicht antun.

00:32:04: Möchte ich eine letzte Frage stellen!

00:32:05: Ich meine ist ja auch ein Videopodcast und wenn man das jetzt alles so hört dann denkt man sich vielleicht auch uuuii... also schon herausfordernd usw.. Warum haben die beiden sich das eigentlich

00:32:16: angetan?!

00:32:18: Und daher komme ich zu der letzten Frage.

00:32:19: und Matthias, ich möchte das wir dabei die Augen schließen.

00:32:22: Und dass wir quasi dann einmal in die Kamera halten ob go oder nicht-go mit der Fragestellung wenn wir jetzt nochmal ein Jahr zurückspulen würden und wir wären wieder vor der Fragestelltelung diese Herausforderung anzunehmen, würden wir ja oder nein sagen?

00:32:40: Wenn ja warum?

00:32:41: und wenn Nein Warum?

00:32:42: als wird Begründung oder nur Ja oder Nein

00:32:44: Mit Begründung.

00:32:45: Also wir machen beide Augen zu, halten den Daumen hoch oder runter und danach begründen wir.

00:32:49: Dann drei zwei eins Augen zu und dann drei zwei Eins fertig?

00:32:56: Ja!

00:32:57: Okay.

00:33:01: Ohne was.

00:33:02: das war nicht

00:33:03: abgebrochen.

00:33:03: Soll ich begrünen warum?

00:33:06: Der Daum ist nach oben der würde vielleicht sogar ein bisschen schräg nach oben gehen einfach aus... Ich würde es nochmal machen Aber nicht mehr in dieser maximal Belastung, also nicht mehr dass da nebenbei noch zwei drei andere Projekte sind.

00:33:20: Sondern wenn dann wirklich fokussiert ein Betrieb und einen zweiten Betrieb kein Studium, keinen Aufsichtsratsgremien oder nichts nebenbei.

00:33:25: gerade so eine... Betriebe in einem Transformationsprozess, die sind echt herausfordernd.

00:33:30: Wenn man sagt okay, man hat nur einen Betrieb dann kann man sich nebenbei auch noch andere Projekte suchen an dem man arbeiten kann.

00:33:35: aber also ein intensiven Transformations-Prozess würde ich so in der Konstellation wie wir es gemacht haben nicht nochmal führen sondern er würde für andere Voraussetzungen sorgen um den wirklich anzugehen.

00:33:46: Dem kann ich nur zustimmen und zusätzlich ergänzen, dass ich auch eine Leidenschaft entdeckt habe dabei.

00:33:52: Dass mir das wirklich eine unheimliche Freude dabei entwickelt habe, Betriebe im Transformationsprozessen zu unterstützen.

00:34:00: Und von daher ... Ich würde eigentlich gerne mit der Erkenntnis die ich heute habe noch mal vor einem Jahr starten wollen ist immer schwierig.

00:34:10: Aber ich denke trotzdem, dass wir trotzdem viel Bewegung reingebracht haben in dem Jahr.

00:34:17: Ich bin extrem dankbar auch dafür.

00:34:21: Man sagt ja immer man hätte an einer oder anderen Stelle das anders machen können.

00:34:25: aber das gehört eben zum Leben dazu und ich freue mich jetzt... Wir werden bis Ende des Jahres noch in dem anderen Betrieb tätig sein.

00:34:38: Wir werden uns zwar nach und nach immer mal ein bisschen mehr dann zurückziehen, damit der Betrieb dann auch wieder noch unabhängiger von uns dann auch wird.

00:34:46: Aber da freuen wir uns darauf ... Projekte und viele schöne Sachen auch an.

00:34:55: Vor allem hier in Berlin, ja?

00:34:56: Ja!

00:34:56: In Berlin und auch im anderen Betrieb also ist es... Ja

00:34:58: aber in dem anderen Betrieb ziehen wir uns ja zurück, da übergeben wir die coolen Projekten.

00:35:02: dann müssen wir auch lernen loszulassen, das wird auch nicht einfach, das ist aber ein anderer Thema.

00:35:06: Genau,

00:35:07: aber wir haben jetzt gerade in den letzten Wochen, das möchte ich gerne noch mal ergänzen, grad auch nochmal in einem anderen Betrieben viele Sachen, ähm, ja Wie sollte man das sagen?

00:35:16: Angestoßen, die extrem positiv sind für die Zukunft.

00:35:21: Und da freue ich mich einfach, das noch begleitend zu dürfen ein paar Monate und dann einfach von außen auch sehen zu können wie es dann auch aufblüht.

00:35:30: in diesem Sinne

00:35:32: netter Schlusswort sagen wir auf Wiedersehen

00:35:35: und bis zum nächsten Mal.

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